Auseinandersetzung mit über 15 Beteiligten

Streit eskaliert auf Marktplatz: Mann wird mit Messer verletzt

Eschwege. Körperverletzungen und Sachbeschädigungen sind das Ergebnis eines Streits, der am Freitagabend in der Flüchtlingsunterkunft Stresemannstraße in Eschwege begann und dessen Folgen am Samstagnachmittag auf dem Marktplatz der Kreisstadt ausgetragen wurden.

Dabei wurde ein 23-Jähriger durch Messerstiche verletzt. Weil so viele Personen an der Auseinandersetzung beteiligt waren, mussten acht Polizeistreifen aus dem Werra-Meißner-Kreis und aus Kassel eingreifen. Der Grund für den Streit ist nach Angaben der Polizei unklar.

Wie die Polizei berichtet, waren bereits am Freitag gegen 23 Uhr mehrere Afghanen und Algerier in der Flüchtlingsunterkunft aneinandergeraten. Dabei gingen mehrere Glastüren zu Bruch, auch wurden fünf Feuerlöscher entleert. Mehrere Bewohner zogen sich nach Polizeiangaben Schnittwunden zu, zudem gab es Fälle von Augenreizungen durch die Feuerlöscher.

 Am Samstag dann sammelten sich laut einem Polizeisprecher mehrere Afghanen gegen 16.45 Uhr auf dem Marktplatz, um sich für den Vorfall vom Freitag zu rächen.  Als sie ihre Widersacher im Innenstadtbereich antrafen, sei es zu „körperlichen Auseinandersetzungen“ gekommen. „Dies gipfelte darin, dass ein 26-jähriger afghanischer Staatsangehöriger durch einen 23-jährigen algerischen Staatsangehörigen mit einem Messer am Rücken verletzt wurde“, so der Sprecher. Die 30 Zentimeter lange und 1,5 Zentimeter breite Schnittwunde haben im Krankenhaus genäht werden müssen. Die Polizei nahm den 23-jährigen Algerier und einen 26-jährigen, ebenfalls tatverdächtigen Landsmann vorläufig fest. Gegen sie wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Zeugen hatten der Polizei mehr als 40 Personen auf dem Marktplatz gemeldet, laut den Beamten hätten aber nur 15 an der Auseinandersetzung teilgenommen.

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