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Jetzt ist es sicher: Torwiese bekommt Kunstrasenplatz

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Von: Tobias Stück

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Hier könnte eine große Chance für die Kreisstadt heranwachsen: Das Leichtathletik-Stadion mit dem Haupt-Fußballplatz (1), der zukünftige Kunstrasenplatz (2), der Rasen-Trainingsplatz (3), der Multifunktionsplatz (4) und der zukünftige Bolzplatz (5) könnten in Verbindung mit der Jugendherberge (6) Sportler aus der gesamten Republik anlocken.
Hier könnte eine große Chance für die Kreisstadt heranwachsen: Das Leichtathletik-Stadion mit dem Haupt-Fußballplatz (rechts), der zukünftige Kunstrasenplatz (Mitte), der Rasen-Trainingsplatz (links), der Multifunktionsplatz (oben) und der zukünftige Bolzplatz (links oben) könnten in Verbindung mit der Jugendherberge (unten) Sportler aus der gesamten Republik anlocken. © Greim

Der Sanierung der insgesamt 18 Hektar großen Sportanlage Torwiese mit Gesamtkosten von etwa 1,8 Millionen Euro hat das Stadtparlament zugestimmt.

Eschwege – Der Sanierung der insgesamt 18 Hektar großen Sportanlage Torwiese mit Gesamtkosten von etwa 1,8 Millionen Euro hat die Stadtverordnetenversammlung von Eschwege am Donnerstagabend mehrheitlich zugestimmt. Größten Diskussionsbedarf gab es beim Umbau eines Trainingsplatzes zu einem Kunstrasenplatz.

Die Tartanbahn auf der Leichtathletik-Anlage soll mit einem sogenannten Re-Topping erneuert werden. Dabei wird die Anlage, deren Unterbau und die Entwässerung noch vollkommen in Ordnung ist, mit einem neuen 1,3 Zentimeter starken Tartanbelag versehen. Ebenso renovierungsbedürftig ist der Multifunktionsplatz mit Basketball- und Handballfeld. Er soll neu aufgebaut werden. Auch der bisher für den Freizeitfußball genutzte sogenannten Platz drei wird von grundauf neu aufgebaut, weil es hier durch den Kanalbau viele Unebenheiten gibt. Möglich ist, dass dieser Platz eingezäunt wird und ebenfalls in erster Linie dem Vereinssport zugänglich gemacht wird. Ein Bolzplatz soll zusätzlich entstehen: wie groß und in welcher Form er errichtet wird, wird Teil der weiteren Planungen sein. Karl Montag (SPD) machte sich dafür stark, dem Platz für die Allgemeinheit ausreichend Raum zu geben. Die Stadtverordnetenversammlung hat sich mit großer Mehrheit für diese Sanierungsmaßnahmen nahezu einstimmig ausgesprochen.

Gegenwind aus den Reihen der Grünen gab es für den Kunstrasenplatz. Der bereits eingezäunte, drainagierte und mit Flutlicht versehene Trainingsplatz 2 soll zum Kunstrasenplatz umgebaut werden. Über der Drainage liegt eine Schotterfläche, dann folgt ein 3,5 Zentimeter starkes Gummi-Granulat, auf das der Kunstrasen in sechs Meter breiten Bahnen verlegt wird. In die unnatürlichen Halme wird gleichmäßig Sand verteilt, der wöchentlich einmal gepflegt werden muss. Alle 15 Jahre muss der Kunstrasenplatz generalüberholt werden, was rund 185 000 Euro kostet. Dafür entfallen die Pflegekosten des Rasenplatzes.

Jakob Mayer sprach sich dafür aus, diesen Trainingsplatz zwar zu sanieren, aber weiter auf Naturrasen zu setzen. „Das ist besser, billiger und klimafreundlicher“, sagte der Grünen-Abgeordnete. Man habe kein Mehrnutzen durch den Kunstrasenplatz. Im Gegenteil: Die Verletzungen der Sportler würden steigen, sagte Mayer und zitierte aus einer Studie der Spielergewerkschaft der nordamerikanischen Profi-Liga im American Football, NFL.

Vor der Stadtverordnetenversammlung hatten sich bereits Magistrat und Bauausschuss für die Sanierung ausgesprochen. Nach Angaben vom Vorsitzenden Lars-Henning Barthels (CDU) belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 1,8 Millionen Euro. Nach Abzug aller Fördermittel bleibt für die Stadt ein Eigenanteil von 385 000 Euro.

Markus Claus (SPD) begrüßte für die Sportkommission der Stadt die Entscheidung zur Sanierung. Die Sportanlage werde Eschwege voranbringen und könnte viele Menschen von außerhalb anlocken, die zum Trainieren nach Eschwege kommen.

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