Statistik für Werra-Meißner-Kreis belegt

Trotz Corona: Abiturergebnisse auf gutem Niveau der Vergangenheit

Sie wurden von Schulleiter Ekkhard Götting (links) und seinem Stellvertreter Andreas Althen (rechts) als Jahrgangsbeste des Beruflichen Gymnasiums in Eschwege geehrt: (von links) Marie-Sophie Graue, Moritz Berg, Axel Manegold, Lisa Triller, Martin Eberhardt und Maximilian Wendt.
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Sie wurden von Schulleiter Ekkhard Götting (links) und seinem Stellvertreter Andreas Althen (rechts) als Jahrgangsbeste des Beruflichen Gymnasiums in Eschwege geehrt: (von links) Marie-Sophie Graue, Moritz Berg, Axel Manegold, Lisa Triller, Martin Eberhardt und Maximilian Wendt.

Die Abiturienten im Werra-Meißner-Kreis ließen sich in diesem Jahr nicht von der Coronapandemie und den Einschränkungen beeindrucken. Das belegen die Zahlen des Staatlichen Schulamts.

Werra-Meißner - Von 205 Schülern haben 195 das Abitur bestanden, die Durchschnittsnote liegt bei 2,27. Auch die Durchfallquote von rund zehn Schülern gleicht sich fast mit dem vergangenen Jahr.

„Der Durchschnitt ist sogar um 0,1 besser geworden. Die Zahlen belegen, dass die Schüler das Niveau mindestens gehalten haben“, sagt Jürgen Krompholz vom Schulamt. Zweimal gab es im Kreis die Traumnote 1,0, diese gab es 2020 dagegen sieben Mal.

Anders, aber von Vorteil, war in diesem Jahr, dass die Fachlehrer vier Themen zur Vorsortierung für ihre Schüler erhalten haben. Dadurch habe man ein Thema aussortieren können, das aufgrund der Pandemie vielleicht nicht so intensiv behandelt werden konnte, erklärt Silke Bárcenas, Studienleiterin der gymnasialen Oberstufe an der Rhenanusschule Bad Sooden-Allendorf. Die Schüler bekamen wie gewohnt drei Klausuren pro Fach zur Auswahl.

Margret Schulz-Bödicker

Nach Rückmeldungen hätten sich die Schüler gut vorbereitet gefühlt. Durch die besonderen Umstände der Pandemie hätten Fachlehrer und Schüler noch etwas intensiver zusammengearbeitet, sagen Krompholz und Margret Schulz-Bödicker, Schulleiterin des Eschweger Oberstufengymnasiums.

Als besondere Herausforderung empfanden die Lehrer das sehr enge Korrekturfenster, denn die Prüfungen wurden erst nach den Osterferien geschrieben. Bis zu den mündlichen Prüfungen ein paar Wochen später mussten alle Klausuren fertig korrigiert sein. Allein für die Erstkorrektur einer einzigen Abiturprüfung müsste man – je nach Fach – im Schnitt vier Stunden einplanen, erklärt Bárcenas.

Zeitrahmen für Prüfungen verschiebt sich 

Dass die Abiturprüfungen in diesem Jahr erst nach den Osterferien geschrieben wurden, bleibt keine Ausnahme. Laut Jürgen Krompholz vom Staatlichen Schulamt in Bebra werde dieser Zeitrahmen für die schriftlichen Prüfungen beibehalten. Dadurch werde einerseits zusätzliche Zeit geschaffen, die Lehrer und Schüler zur Vertiefung von Inhalten nutzen können. Zudem sei es langfristig das Ziel, dass das Abitur möglichst bundeseinheitlich stattfindet. jes

Die Schulen des Landkreises sind nach einer Umfrage unserer Zeitung mit den Ergebnissen in diesem Jahr zufrieden. „Wir bedauern es aber, dass die Abgänger kein normales Drumherum im Abschlussjahr hatten – etwa die traditionellen Abipartys“, sagt Schulz-Bödicker. (Jessica Sippel)

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