Verdopplung: 600 weitere Flüchtlinge im Werra-Meißner-Kreis bis Jahresende

Eschwege. Die Zahl der Flüchtlinge im Werra-Meißner-Kreis wird sich bis Jahresende noch einmal verdoppeln. 500 Flüchtlinge und 100 sogenannte unbegleitete Minderjährige werden im letzten Quartal kommen. Das bestätigte Landrat Stefan Reuß auf Anfrage unserer Zeitung.

Dem Kreis werden damit in den letzten drei Monaten des Jahres genauso viele Flüchtlinge zugewiesen, wie in den ersten drei Quartalen des Jahres. Im Kreis leben dann 1200 Flüchtlinge und 170 unbegleitete Minderjährige.

Die ersten 50 Flüchtlinge kommen am Dienstag in Eschwege an und werden dann in die Unterkünfte weiterverteilt. Bislang waren es 15 bis 20 Menschen, die der Kreis pro Woche aufnehmen musste. „Durch die kurzfristige Erhöhung bekommen wir Engpässe mit den Unterkünften“, sagt Reuß. Die vorgesehenen Unterkünfte müssen jetzt schneller hergerichtet werden. Darüber hinaus werden händeringend neue Möglichkeiten gesucht. „Alles wird geprüft“, sagt Reuß. Insbesondere Wohnungen werden auf ihre Tauglichkeit untersucht. Im schlimmsten Fall eines Engpasses werden auch Industriehallen in Betracht gezogen.

Eine Absage erteilt Reuß der Idee, Sporthallen zu belegen. „Das wollen wir vermeiden.“ Sowohl der Schul- als auch der Vereinssport solle nicht beeinträchtigt werden. Ob Dorfgemeinschaftshäuser infrage kommen, müssten die Städte und Gemeinden selbst entscheiden. Der erhöhte Zustrom von Flüchtlingen bringt einen erhöhten Personalbedarf mit sich. „Mit den bisherigen Kräften können wir die Arbeit nicht mehr bewältigen“, sagt Reuß. Wie viele Sachbearbeiter neu eingestellt werden, kann der Landrat nicht sagen. Er hofft aber darauf, dass das Land die Personalkosten erstattet. Nicht eingerechnet in die Zahl der Flüchtlinge sind die Menschen, die in den Erstaufnahmelagern in Hessisch -Lichtenau und Sontra untergebracht sind. Sie werden vom Land betreut.

Von Tobias Stück

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