Berufung endet ohne Ergebnis

Verurteilter Dieb aus Eschwege bleibt in Haft

Der Seriendieb hatte Berufung eingelegt und hofft, seine Gefängnisstrafe um drei Monate reduzieren zu können. (Symbolbild) 
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Der Seriendieb hatte Berufung eingelegt und hofft, seine Gefängnisstrafe um drei Monate reduzieren zu können. (Symbolbild) 

Ohne Ergebnis ist am Donnerstag die Berufungsverhandlung gegen einen 25-jährigen Seriendieb aus Eschwege vor dem Kasseler Landgericht zu Ende gegangen.

Das Verfahren soll am 22. September neu aufgerollt werden.

Der gebürtige Witzenhäuser war im Mai 2019 vom Amtsgericht Eschwege wegen zahlreicher Straftaten, die er damals alle gestanden hatte, zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Dagegen hatte er Berufung eingelegt, die gestern vor der 7. Strafkammer verhandelt wurde.

Verteidiger Thomas Hammer machte sich dabei keine Hoffnungen, dass es für eine Bewährungsstrafe für seinen Mandanten reichen könnte. Er wollte aber eine um drei Monate niedrigere Strafe erreichen, weil sein Mandant im Kasseler Gefängnis wegen der Corona-Auflagen besonderen Härten ausgesetzt sei.

Der Angeklagte hatte im ersten Prozess sechs Diebestouren gestanden, die er gemeinsam mit einem anderen Mann 2018 in Eschwege begangen hatte. Der Mitangeklagte ist inzwischen rechtskräftig zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt worden.

Unter anderem hatte das Duo Mitte August 2018 aus einer Autowerkstatt an der Niederhoner Straße einen Smart Roadster entwendet und das Auto in einem Steinbruch bei Oberhone angezündet. Der Wagen brannte vollständig aus. Weitere Einbrüche verübten beide in ein Wohnhaus, einen Tabakladen an der Heubergstraße in Eschwege, eine Autovermietung in Eschwege und in das Vereinsheim des SV Adler Weidenhausen, wo sie zwei Kaffeemaschinen und Bargeld entwendeten. Im Vereinsheim Reichensachsen erbeuteten sie eine Bluetooth Partybox, Kaffee und Bockwürste. Beim Einbruch in eine Gartenhütte in Eschwege sollen beide mit Softair-Pistole und einem Schlagstock bewaffnet gewesen sein.

Drei Mal war der Angeklagte zudem wegen Fahrens ohne Führerschein verurteilt worden. Weil im Urteil des Amtsgerichts hier aber weder Zeit noch Ort dieser Taten aufgeführt waren, musste die Berufungsverhandlung ohne Entscheidung enden. Für den 25-Jährigen bedeutet dies vorerst eine Fortdauer der Untersuchungshaft bis zum neuen Termin im September.

Richter Reichhardt mochte ihm keine Hoffnung auf ein milderes Urteil machen, da er im Urteil des Amtsgerichts keinen Fehler erkennen konnte. Wegen der langen Untersuchungshaft seit Mai letzten Jahres hatte er es allerdings für möglich gehalten, dass die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt werden könnte.

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