Unterernährt und verfilzt

Verwahrloster Terrier musste in Eschwege eingeschläfert werden

Verklebtes Auge, verfilztes Fell: Der Fundhund wurde völlig verwahrlost in Abterode aufgefunden. Foto: nh

Eschwege. Verfilztes Fell, verklebte Augen und unterernährt: So wurde ein Westhighland-Terrier am Montag im Tierheim in Eschwege abgegeben. Nun wurde er eingeschläfert.

„Das ganze Tierheim war entsetzt“, sagt Elvira Kaestner, Leiterin des Tierheimes, über den den Zustand des Hundes.

Leider hatte der Hund keine große Überlebenschance mehr und wurde in einer Tierarztpraxis in Eschwege schon am Dienstag eingeschläfert. Kaestner hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung, ob jemand den Hund kennt. „Leute sollten auf Tiere in der Nachbarschaft achten, denn so etwas hat kein Tier verdient“, und verweist damit auf den Fundhund.

Der Fundhund, der aufgrund seiner kurzen Lebenszeit nach dem Auffinden keinen Namen mehr bekommen hat, wurde am Montag um 16 Uhr von einer jungen Frau, die mit ihrem Pferd unterwegs war, auf einem Feld in Abterode gefunden. Knoten im verfilzten Fell, Matsch in den Augen und lange Krallen: Der Rüde war völlig verwahrlost. „Wir haben das Tier eingepackt und sind damit zur Tierärztin“, erzählt Winkelmann. Doch das Herz habe bei der Untersuchung schon ein paar Mal ausgesetzt, erzählt Kaestner.

Wer ein Tier findet, sollte sich umgehend beim Tierheim oder beim Veterinäramt melden. Dort werden einem Hinweise gegeben, was mit dem Tier schnellstmöglich passieren soll. Derzeit wohnen im Tierheim in Eschwege fast 30 Hunde.

In der Weihnachtszeit sind laut Kaestner kaum Hunde abgegeben worden. Die meisten werden aufgrund einer Trennung abgegeben oder weil sie aufgefunden worden sind, sagt Elvira Kaestner. „Fundtiere nehmen wir immer auf“, sagte sie. Wer zu Weihnachten noch ein Tier als Geschenk haben möchte, hat im Tierheim Eschwege keine Chance: „Weihnachtsgeschenke geben wir nicht ab“, sagt Kaestner. Für Silvester hat die Leiterin noch einen wichtigen Tipp: „Die Tiere sollten am Abend aufgrund der vielen Knallerei eingesperrt werden, sonst büxen sie aus“, sagt Kaestner.

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