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Weihnachtslicht erstrahlt in Eschwege trotz der Energiekrise

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Von: Tobias Stück

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Mit zwei Hubwagen waren die Stadtwerke Eschwege in den vergangenen Tagen in der Innenstadt unterwegs, um die Weihnachtsbeleuchtung zwischen den Geschäften aufzuhängen.
Mit zwei Hubwagen waren die Stadtwerke Eschwege in den vergangenen Tagen in der Innenstadt unterwegs, um die Weihnachtsbeleuchtung zwischen den Geschäften aufzuhängen. © Tobias Stück

Stadt und Stadtwerke haben sich dazu entschlossen, die Leuchtbögen in der Weihnachtszeit weiterhin anzuschalten. Allerdings hat sich die Dauer der Beleuchtung verändert.

Eschwege – Trotz Energiekrise und der Aufforderung zum Stromsparen wird es in der Eschweger Innenstadt in den nächsten Wochen in der Fußgängerzone eine Weihnachtsbeleuchtung geben. Die wird allerdings in diesem Advent weniger lange angeschaltet.

„Die traditionelle Weihnachtsbeleuchtung ist ein erfreuliches Zeichen der Hoffnung in dieser dunklen Jahreszeit“, heißt es in einer gemeinsamen Antwort der Stadtwerke und des Magistrats auf Anfrage unserer Zeitung. Deswegen wolle man auf die Beleuchtung der Innenstadt nicht vollständig verzichten.

Allerdings würden in diesem Jahr Einschränkungen vorgenommen. Die Brenndauer wird reduziert, um einen Beitrag zum Energiesparen zu leisten. In dieser „krisenbehafteten Zeit“ soll damit ein Zeichen gesetzt werden, dass Einsparungen dringend notwendig sind, aber gleichzeitig soll den Bürgern ein positives Signal gegeben werden.

Neue Modelle beleuchten die Stadt

Die Weihnachtsbeleuchtung wurde im vergangenen Jahr durch die Stadtwerke Eschwege erneuert. Zwei verschiedene Modelle standen zur Auswahl und erleuchteten 2020 zur Probe die Innenstadt. Die Eschweger konnten online bei den Stadtwerken über die neuen Modelle abstimmen.

Herausgekommen ist, dass seit 2021 in der Vorweihnachtszeit „Cassiopeia Rise“ und „Winter Wing“ im Wechsel den Stad weihnachtlich beleuchten. Beide Modelle sind nach Angaben der Stadtwerke mit energiearmen LED-Leuchtmitteln ausgestattet. „Durch die Umstellung der Weihnachtsbeleuchtung auf LED werden etwa 70 Prozent des Stromverbrauchs eingespart“, berichtet die Sprecherin der Stadtwerke Eschwege, Miriam Gerke.

Anstatt wie im Jahr 2021 von 15 Uhr bis 24 Uhr und von 7 Uhr bis 8:30 Uhr zu leuchten, werden die Lichter in diesem Jahr nur noch in den Abendstunden eingeschaltet: von 16 bis 21:30 Uhr.

Stromverbrauch bereits seit Sommer reduziert

Die Leuchtbögen verbrauchen inklusive der reduzierten Einschaltzeiten rund 1100 Kilowattstunden Strom während der Adventszeit. „Das entspricht etwa 35 Prozent der Strommenge, die ein Durchschnittshaushalt im Jahr verbraucht“, erklärt Scarlett Grebestein, Sprecherin der Stadt Eschwege.

Bereits seit Sommer haben Stadt und Stadtwerke Eschwege den Stromverbrauch reduziert. Im öffentlichen Raum ist die Außenbeleuchtung repräsentativer öffentlicher und historischer Gebäude wie dem Bismarckturm, Schäferhalle, Schlosshof, Dünzebacher Torturm, Nikolaiturm, Karlsturm, Wasserkraftanlagen Schabe und Schlossmühle, Marktkirche und Neustädter Kirche seit dem 16. August abgeschaltet. „Die Außen- und Straßenbeleuchtung ist zudem weitgehend auf LED umgestellt, womit bereits große Einsparungen erzielt werden“, sagt Grebestein.

Das erste Einschalten der Innenstadt-Beleuchtung erfolgt am Freitag (25. November). Die Beleuchtung bleibt bis einschließlich 1. Januar angeschaltet. Anschließend bauen die Stadtwerke sie wieder ab.

Von Tobias Stück

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