Wie die Geschichte ins Rollen kam

Was war denn da los? CNN und New York Times berichten über Impfzentrum in Eschwege

Live aus Eschwege, Germany: Frederik Pleitgen berichtete für CNN aus der Sporthalle des Oberstufengymnasiums in ganz Europa und den USA.
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Live aus Eschwege, Germany: Frederik Pleitgen berichtete für CNN aus der Sporthalle des Oberstufengymnasiums in ganz Europa und den USA.

Dadurch, dass der Werra-Meißner-Kreis in Eschwege eines der ersten Impfzentren in Deutschland fertigstellt, ist die Kreisstadt zu internationaler Bekanntheit gelangt.

Eschwege - Nicht nur die Deutsche Presseagentur (DPA), sondern auch die internationale Nachrichtenagentur Reuters und der US-amerikanische Nachrichtensender CNN haben über die Aufbauarbeiten in der Sporthalle des Oberstufengymnasiums berichtet. Wir fragen: „Was war da denn los?“

Vor einer Woche hat sich der Landkreis auf die Turnhalle des Oberstufengymnasiums in Eschwege als Standort des Impfzentrums verständigt, seit vorigem Freitag baut das Technische Hilfswerk (THW) im Auftrag des Landkreises mit rund 60 ehrenamtlichen Einsatzkräften die Turnhalle um.

Langjährige Pressekontakte lotsen zahlreiche Medien nach Eschwege

Die Pressearbeit für die THW-Landesverbände Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland leitet Michael Walsdorf für den Bereich Ehrenamt. Er hat seine langjährigen Pressekontakte spielen lassen und verschiedene Medien nach Eschwege gelotst.

CNN hatte er in einem Kollegengespräch von den Aktivitäten in Eschwege schon vergangene Woche berichtet, die daraufhin ein Team aus ihrem Büro in Berlin nach Eschwege schickten. Am Dienstag sendete der Nachrichtenkanal über den Satelliten Astra europaweit live über die Ereignisse in Eschwege.

Jede Stunde wurde Reporter Frederik Pleitgen, Sohn des ehemaligen WDR-Intendanten Fritz Pleitgen, aus Eschwege zugeschaltet. Die Redaktion der Werra-Rundschau erreichten auch Hinweise aus den USA, dass der Beitrag über Eschwege auch in den Vereinigten Staaten zu empfangen war.

Renommierte New York Times berichtet ebenfalls über Eschwege

Eine der erfolgreichsten Nachrichtenseiten weltweit: Eschwege in der New York Times.

Ebenfalls in den USA war ein Beitrag über das Impfzentrum in Eschwege in der Onlineausgabe der New York Times zu lesen, wie uns Arnold Leitner aus Kalifornien mitteilt. Im Juni 2020 führte Alexa die Website nytimes.com auf Platz 25 der beliebtesten Websites in den Vereinigten Staaten. Die Bilder hatte die Agentur Reuters beigesteuert, die ebenfalls von Michael Walsdorf nach Eschwege eingeladen wurde.

Über die DPA wurde die Berichterstattung aus Eschwege auch an die Süddeutsche, Westdeutsche Allgemeine Zeitung oder Tagesspiegel verteilt. Ein Kamerateam produzierte Beiträge für ZDF und SAT.1, RTL war selbst vor Ort.

Bürgermeister Heppe freut sich über Werbung für die Stadt

Bürgermeister Alexander Heppe freute sich über die unverhoffte Werbung für seine Stadt. „Eschwege als internationaler Hoffnungspunkt für die Coronakrise ist eine starke Nachricht“, sagte Heppe auf Anfrage unserer Zeitung. Außerdem sei es eine gute Möglichkeit für die örtlichen Hilfsorganisationen wie THW, ihre Arbeit ins rechte Licht zu rücken.

„Das ist ein Ritterschlag für die Helferstrukturen vor Ort“, sagte Heppe und lobte den Werra-Meißner-Kreis dafür, bei der Umsetzung des Impfzentrums „offenbar schneller zu sein, als andere Landkreise.“

Geplant ist in Eschwege, rund 1000 Menschen pro Tag (100 pro Stunde) zu impfen. In einer Woche beginnt der Probelauf, Mitte Dezember sollen die Impfungen beginnen. Der Landkreis rechnet damit, dass sechs bis neun Monate lang hier geimpft wird, wie Dr. Rainer Wallmann im Schulausschuss mitteilte. (Tobias Stück)

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