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Eschweger Imkerei übergibt Postkarten an Seniorenheim

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Im Außenbereich des Seniorenwohnheims Brückentor: (von links) Inge Großkurth (ehrenamtliche Helferin Stadtschwarm), Karl-Lothar Hoffmann, Torsten Rost (Geschäftsführer Diacom Altenhilfe), Irmgard John, Ines Ritter (Aufwind), Nicole Vobie (ehrenamtliche Helferin Stadtschwarm), Gertrud Naujoks, Heike Lenz (Einrichtungsleiterin Seniorenwohnheim Brückentor) und Elfriede Grebestein.
Im Außenbereich des Seniorenwohnheims Brückentor: (von links) Inge Großkurth (ehrenamtliche Helferin Stadtschwarm), Karl-Lothar Hoffmann, Torsten Rost (Geschäftsführer Diacom Altenhilfe), Irmgard John, Ines Ritter (Aufwind), Nicole Vobie (ehrenamtliche Helferin Stadtschwarm), Gertrud Naujoks, Heike Lenz (Einrichtungsleiterin Seniorenwohnheim Brückentor) und Elfriede Grebestein. © Eden Sophie Rimbach

„Das ist wirklich beeindruckend!“, sagt eine der Bewohnerinnen des Seniorenwohnheims Brückentor, als sie gemeinsam mit einigen anderen erstmals die mit Aquarellen verzierten Postkarten in den Händen hält, die seit Anfang des Jahres in der Eschweger Stadtimkerei Stadtschwarm entstanden sind.

Eschwege – Nachdem die Begegnungsstätte, die als Projekt des Vereins Aufwind und mit Förderung durch die „Aktion Mensch“ allen an den Bienen und dem Naturschutz Interessierten offensteht, bereits im vergangenen Frühjahr bunte Karten an die Bewohner des Pflegezentrums Plesseblick in Wanfried übergeben hatte, wurden jetzt mehr als 114 Postkarten an das Seniorenwohnheim Brückentor überreicht.

Das Material für die Karten wurde durch eine Spende der in Wanfried ansässigen Eheleute K.-H. Gunderam-Stiftung finanziert – mit Motiven vom Osterhasen bis hin zur leuchtenden blauen Blüte von allen verziert, die den Laden und Begegnungsraum am Obermarkt 3 in Eschwege in dieser Zeit besucht haben und kreativ mitarbeiten wollten. „Sinn des Projekts war auch, einen offenen Begegnungsraum zu schaffen“, erklärte Ines Ritter, die gemeinsam mit Andrea Selig für das Projekt Stadtschwarm verantwortlich ist.

Mittwochs und donnerstags von neun bis 13 und von 14 bis 16 Uhr sowie an jedem ersten und dritten Samstag im Monat von neun bis 13 Uhr ist der seit 2020 existierende Laden und Begegnungsraum geöffnet, lädt Interessierte zum Malen oder einfach dem Gespräch bei einer Tasse Kaffee ein.

Derzeit gilt für Kunden die Maskenpflicht und für alle, die mitmachen möchten, die 3G-Regel. Dass hier jeder Mensch egal, ob mit oder ohne eine Vorerkrankung, einfach Mensch ist, erklärt die ehrenamltiche Helferin Nicole Vobie: „Wir sind offen für alle.“ Freuen würden sich Verantwortliche und Ehrenamtliche über weitere ehrenamtliche Helfer, damit die Öffnung an einem weiteren Tag ermöglicht werden kann. Die Bienenvölker selbst stehen am Immengarten des Imkervereins Eschwege 1895, dessen Vorsitzender Thomas Krüger die Arbeit des Stadtschwarms zudem fachlich unterstützt.

„Die Biene ist das drittwichtigste Nutztier weltweit“, weiß Ritter mit Blick darauf, dass beispielsweise in Japan bereits Blüten per Hand mithilfe von Pinseln bestäubt werden müssen, da das Insekt dort bereits zu selten geworden ist. Gebannt hörten die Bewohner des Seniorenwohnheims Brückentor sowie Torsten Rost, Geschäftsführer der Diacom Altenhilfe, und Einrichtungsleiterin Heike Lenz zu, als Ritter einen Einblick in das Leben eines Bienenvolkes gab.

„Ich finde es faszinierend, wie diese Bienen ihren Staat organisieren“, lautete das Fazit eines Bewohners und auf Rosts Frage hin, wie man hier in Eschwege etwas für die Bienen tun könne, erklärte Ritter, dass es Stadtbienen aufgrund der geringeren Belastung durch Pestizide besser gehe als denen auf dem Land. Mit Blumen im Garten oder auf dem Balkon anstatt mit Steingärten, nicht zu kurz gehaltenem Rasen oder passenden Saatmischungen könne man Unterstützung leisten.

Begeistert von den Einblicken, den Karten, von denen durch die Aquarelltechnik selbst beim gleichen Motiv jede ein Unikat ist, dem für die 114 Bewohner auf die Rückseiten Geschriebenen und dem Geschenkpäckchen mit Honig des Stadtschwarms zeigten sie sich und das Projekt plant, die Postkartenaktion in den Seniorenwohnheimen Eschweges fortzusetzen. (Von Eden Sophie Rimbach)

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