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Eschweger Standort der Bundespolizei wird für 2,7 Millionen Euro modernisiert

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Von: Tobias Stück

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Vor der improvisierten Küche: (von links) Öffentlickeitsarbeiter Ralf Germerodt, Liegenschaftsmanager Harald Kaufmann und Standortleiter Benjamin Liehr begutachten die Bauarbeiten vor der neuen Containerküche.
Vor der improvisierten Küche: (von links) Öffentlickeitsarbeiter Ralf Germerodt, Liegenschaftsmanager Harald Kaufmann und Standortleiter Benjamin Liehr begutachten die Bauarbeiten vor der neuen Containerküche. © Tobias Stück

Aus dem Speisesaal duftet es nach Schweinenackensteak und geschmorten Zwiebeln. Dass sich seit Dienstag die Arbeit in der Küche der Bundespolizei komplett geändert hat, bemerken die Polizeischüler nicht. Hinter den Kulissen ist aber alles anders.

Eschwege – Über das lange Wochenende ist die Küche in einen Containerbau umgezogen. Die Sanierung des Küchentrakts ist nur ein Teil der Arbeiten, mit denen gerade der Bundespolizeistandort Eschwege modernisiert wird. Schon seit fast zehn Jahren gibt es Pläne, in das Aus- und Fortbildungszentrum in Eschwege zu investieren.

Jedes Jahr werden mehrere Millionen Euro in den Bundeshaushalt für den Standort Eschwege eingestellt. Abgerufen wurde das Geld noch nie. Harald Kaufmann, in Eschwege und Rotenburg für Liegenschafts- und Bauwesen zuständig, hat den Überblick über das, was gerade passiert und demnächst passieren wird. „Wir müssen hier allerdings zwischen Unterhaltungsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung des Standorts und Investitionen in die Zukunft unterscheiden“, sagt der Regierungsamtsinspektor.

Sportplatz

Im Zentrum des Standorts liegt der Sportplatz mit seinem Fußballfeld, einem Kleinfeld und der Tartanbahn. Die mehr als 30 Jahre alte Laufbahn wird gerade ausgetauscht. Dazu wird das Oval rund 60 Zentimeter tief ausgekoffert und mit neuem Belag – Blau wie im Berliner Olympiastadion – ausgelegt. Auch der Multifunktionsplatz zwischen Tor und Sporthalle wird so erneuert. Auf der gegenüberliegenden Seite soll ein Beachvolleyball-Platz gebaut werden. „Für die Zeit nach dem Dienst“, wie Standortleiter Benjamin Liehr erklärt.

1,2 Millionen Euro kostet die Sanierung des Sportplatzes, der nach Dienstschluss auch von Eschweger Vereinen genutzt wird. Im Gegenzug trainieren die Bundespolizisten bis zur Fertigstellung im Oktober auf der Torwiese der Stadt Eschwege.

Küche

Hier war vor allem die veraltete Küchentechnik für die Sanierung ausschlaggebend. Die Geräte waren veraltet, die schlechte Stromversorgung machte den Kauf neuer überflüssig. Jetzt werden die Elektroinstallationen überarbeitet, Lüftung und Abläufe erneuert, ein neuer Fußboden verlegt, die Kühlhäuser modernisiert und neue Küchengroßgeräte angeschafft, so Kaufmann. 1,5 Millionen Euro kostet die Erneuerung.

„Wir hatten schon einen hohen Standard, der jetzt noch mal erhöht wird“, sagt Liehr. Auch er weiß, wie wichtig gutes Essen für die Stimmung ist. Fast alle Auszubildenden und Lehrgangsteilnehmer kommen wenigstens zum Mittagessen zusammen. Für kleines Geld gibt es drei Gänge. Im Moment aus der Containerküche. Den Polizeischülern ist das egal. Das Nackensteak von Küchenmeister Olaf Romanczyk ist so lecker wie vorher.

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