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Eschwegerin Ilse Deist feiert heute ihren 100. Geburtstag

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Eine liebenswerte und von allen geschätzte Person: So beschreibt ihr Sohn die Jubilarin Ilse Deist.
Eine liebenswerte und von allen geschätzte Person: So beschreibt ihr Sohn die Jubilarin Ilse Deist. © Eden Sophie Rimbach

Eschwege – In Eschwege bekannt sind Ilse Deist, geborene Haselhuhn, und ihre Familie seit Generationen. Seit 100 Jahren lebt die heutige Jubilarin gern in ihrer Heimat.

Geboren wurde Ilse Deist am 11. Juli 1922 in der Altstadt. Zu ihrer Familie gehörte auch Bruder Dr. Fritz Haselhuhn, einst Chefarzt des Krankenhauses. Mit einem Lächeln erinnert sie sich an das Johannisfest ihrer Kindheit. Später baute ihr Vater ein Haus in der Boyneburger Straße. Dort lebte die 100-Jährige erst mit ihren Eltern, ihre Kinder wuchsen ebenfalls dort auf.

Ihren ersten Ehemann hatte Ilse Deist in Eschwege kennengelernt. Der Leipziger war als Offizier der Luftwaffe dort stationiert gewesen. In 1942 heiratete das Paar, bekam Tochter Irmtraud. An ihre Hochzeit mit Werner Hofmann denkt die Jubilarin als eines ihrer schönsten Erlebnisse zurück, im Jahr 1944 fiel ihr erster Ehemann. Vier Jahre später lernte sie Willi Deist kennen, Sohn Hartmut machte die Familie komplett, zu der mittlerweile drei Enkelkinder gehören.

Der Eschweger war begeisterter Handballer, arbeitete bei der Werra-Rundschau. Da Ilse Deist den Beruf der Schneiderin gelernt hatte, nähte sie viel. Ihr Sohn fügt hinzu, dass sie sich gern weitergebildet hätte, dies durch die Kriegsjahre nicht möglich war. Er beschreibt seine Mutter als sehr gute Schneiderin, die durch ihr Handwerk in Eschwege bekannt wurde, für einen festen Kundenstamm nähte.

Nach dem Tod der Ehemänner lebten ihre Schwester Gudrun Feiertag und sie zusammen. Im August 2016 zog sie ins Seniorenwohnheim, in dem auch ihre Schwägerin lebt. Ilse Deist liest gern Zeitung. Auch die Werra-Rundschau darf nicht fehlen. Zur Geselligkeit geht sie zusätzlich zur Zeitungsrunde im Seniorenwohnheim Brückentor. Neben der Gesellschaft im Seniorenwohnheim, in dem Deist an allen Aktivitäten teilnimmt, freut sich die Eschwegerin heute über Besuche. Ihr Sohn bringt seinen Hund mit, der bei ihr stets willkommen ist. Da ihr zweiter Ehemann in der Ortsgruppe des Vereins für Deutsche Schäferhunde aktiv war, gehörten Hunde schon früher zum Leben der Jubilarin. Mit leuchtenden Augen und ruhiger Stimme erzählt sie von ihren Erfahrungen.

Positiv spricht ihr Sohn von der Jubilarin, die innerlich und äußerlich schon immer eine Dame gewesen sei. „Meine Mutter ist eine liebenswerte Person, die von allen immer geschätzt wurde.“  (Eden Sophie Rimbach)

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