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Individuelle Nummer soll Raub und Weiterverkauf von Rädern verhindern

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Etwas anderes als Codierung: Andreas Biewald von der Bike Station Eschwege zeigt, wo sich die Rahmennummer an einem Fahrrad befindet.
Etwas anderes als Codierung: Andreas Biewald von der Bike Station Eschwege zeigt, wo sich die Rahmennummer an einem Fahrrad befindet. © Marius Gogolla

Werra-Meißner – Um vor Diebstahl zu schützen, empfiehlt die Polizei die Codierung von Fahrrädern. Das dient der Prävention und bietet die Möglichkeit der schnellen Ermittlung der Besitzer.

Der Trend ist eindeutig: Für den Kauf von Fahrrädern sind die Kundinnen und Kunden in Deutschland bereit, immer höhere Summen zu zahlen. Laut Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) lag der durchschnittliche Verkaufspreis pro Fahrrad im Jahr 2020 bei 1279 Euro.

Die Fahrt mit dem Fahrrad, sei es zur Arbeit, zum Einkaufen oder als Freizeitbeschäftigung, ist für viele eine umwelt- und ressourcenschonende Alternative zum Auto geworden. Beim Abstellen, gerade in wenig überwachten Bereichen, kann es jedoch zum Diebstahl des Rades kommen.

Diebe abschrecken

Eine Fahrradcodierung kann hier als Präventivmaßnahme dienen, um Diebe abzuschrecken. Sie erschwert außerdem den Weiterverkauf gestohlener Räder. „Wir können die sogenannte Feinnummer erstellen“, sagt Jörg Künstler, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen. „Diese geben wir dann an Personen, die mit den notwendigen Dokumenten zu uns kommen, aus.“ Das Aufbringen der Nummer auf dem Fahrrad durch Prägung in den Rahmen. Die Markierung mit einem Aufkleber erfolge durch Fahrradclubs wie etwa den ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) oder bei speziell dafür ausgerichteten Veranstaltungen der Polizei, welche auf den entsprechenden Websites publik gemacht würden. Teilweise würden auch Fahrradläden eine Codierung anbieten, weiß Künstler.

„Jedes Fahrrad hat eine Rahmennummer“, erklärt Andreas Biewald von der Bike Station Eschwege. „Diese steht auf dem Kaufbeleg, wodurch sich nachweisen lässt, wem das Fahrrad gehört – Wenn die Rechnung vorhanden ist.“ Das sei jedoch etwas anderes als die Codierung.

Gutes Schloss unumgänglich

Auch ein gutes Schloss sei unumgänglich, wenn ein hoher Diebstahlschutz gewährleistet sein soll, erklärt der Experte. Eine Codierung sei dahingehend eine sinnvolle Maßnahme, da der Polizei die Daten des Besitzers direkt vorlägen und eine schnellere Zuordnung nach der Beschlagnahmung eines gestohlenen Fahrrads möglich sei. Das Auffinden des Eigentümers anhand der Rahmennummer gestalte sich deutlich schwieriger, da teilweise Dopplungen in der Nummerierung vorkämen.

Von Marius Gogolla

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