HNA-Markt: Über 3000 neue und gebrauchte Fahrradersatzteile, Lager und Werkstattausrüstung suchen neuen Besitzer

HNA-Markt: Fahrradwerkstatt abzugeben

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Wieder zurück auf dem Land: Horst Stöcker, der in Berlin als kinderfreundlicher, singender „Fahrradschrauber“ bekannt war, hat sich nun in Wanfried zur Ruhe gesetzt und verkauft seine komplette Fahrradwerkstatt – wobei er den Erlös an Kindertagesstätten spenden will.

Am 9. Dezember 2012 erregten Dreharbeiten inmitten des Wanfrieder Weihnachtsmarktes Aufsehen.

Damals berichtete das Politmagazin Report München über Horst Stöcker, einen Rentner, der Berlin den Rücken kehrt, um in seine Heimatstadt zurückzukehren. „Berlin ist eine tolle Stadt, aber nichts für Senioren“, gab Stöcker damals im Interview an. In seiner alten Heimat könne er alles schnell zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen und besser von seiner Rente leben, sagte er.

Beschauliches Landleben

Mitte 2013 setzte der heute 65-Jährige seine Idee um und zog aus einer Mietwohnung in Berlin-Charlottenburg nach Wanfried ins eigene kleine Haus. Im Gepäck hatte er auch eine komplette Fahrradwerkstatt mit einem enormen Ersatzteillager. „In Berlin hatte ich einen Reparaturservice mitten in der Stadt, das war eine schöne Zeit“, sagte er am vergangenen Montagnachmittag. Doch in Wanfried hat er sich nun ganz zur Ruhe gesetzt und das gesamte, gut sortierte Lager soll verkauft werden. Im besten Fall alles zusammen für etwa 1000 Euro. Den Wert des Lagers schätzt Stöcker selbst auf das Dreifache.

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HNA-Markt: Horst Stöcker hat eine komplette Fahrradwerkstatt abzugeben 

Falls er keinen Käufer für alles findet, will er versuchen, die Laufräder, Lenker, Pedalen, Bremsbacken, Züge, Lampen, Speichen, Schläuche, Reifen und vieles mehr in einer Flohmarktaktion zu verkaufen. „Den Erlös will ich den Kindertagesstätten in Wanfried, Heldra und Altenburschla spenden“, sagte der Mann, der vor 40 Jahren mit Gitarre und 120 Mark ins damals noch geteilte Berlin ging. Als gelernter Elektriker bekam er eine Anstellung als Bühnentechniker an der Deutschen Oper. Er fasste in seinem Charlottenburger Kiez Fuß, machte dann eine Gesangsausbildung und sang später im Opernchor mit. Er war bekannt als freundlicher, singender „Fahrradschrauber“ und einer, der gern etwas spendet, wenn Kinder davon profitieren.

Informationen bei Horst Stöcker, Tel.: 0 56 55 / 3 20 99 31.

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