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Familie Kennon zog es von Amerika nach Deutschland

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Von: Julia Henniges

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Leben seit 2005 in Niddawitzhausen: Britta und David Lee Kennon sind in Amerika und Deutschland viel herumgekommen.
Leben seit 2005 in Niddawitzhausen: Britta und David Lee Kennon sind in Amerika und Deutschland viel herumgekommen. © Julia Stüber

Viele junge Menschen zieht es in die größeren Städte. Einige bleiben dort ein Leben lang. Andere kehren nach vielen Jahren wieder zurück in ihre Heimat – den Werra-MeißnerKreis. Was sind ihre Gründe?

Niddawitzhausen – Familie Kennon ist in ihrem Leben schon viel herumgekommen – in Deutschland und in Amerika. Doch am wohlsten fühlt sich vor allem Britta Kennon in ihrem Heimatort Niddawitzhausen. Hier ist die 58-Jährige aufgewachsen.

Doch der Reihe nach: Mit ihrer ältesten Tochter lebte Britta Kennon bis 1991 in Eschwege. Ihren Mann David Lee lernte sie schließlich in einer Disco kennen. Der heute 58-Jährige war damals Soldat der US-Armee und in Bad Hersfeld stationiert. 1991 heiratete das Paar.

Und dann folgten viele Umzüge, da David Lee immer wieder an unterschiedlichen Orten stationiert war: Von Bad Hersfeld ging es nach Texas, wo auch der gemeinsame Sohn geboren wurde. Es folgten Bayern, Rheinland-Pfalz – hier kam das zweite gemeinsame Kind zur Welt – und Oklahoma.

Nach weiteren Stationen in Rheinland-Pfalz und Bayern schied der Soldat schließlich aus der US-Armee im Jahr 2005 aus. Das Paar kehrte dann wieder in den Eschweger Stadtteil zurück. Das hatten sie von Anfang an geplant. „Wir waren schon zuvor immer wieder in Niddawitzhausen, um meine Eltern zu besuchen und sie zu unterstützen“, sagt Britta Kennon.

Mit ihrem eigenen Hausstand und zwei Kindern zogen sie 2005 in das Elternhaus mit ein. „Ich hatte immer Sehnsucht“, sagt die 58-Jährige.

Ganz leicht war der Start für die Familie allerdings nicht. So wurden die Abschlüsse von David Lee Kennon in Deutschland nicht anerkannt, die Suche nach Arbeit war schwierig. „Wir hatten den Umzug nach Niddawitzhausen natürlich geplant und alles vorbereitet. Trotzdem kam vieles anders“, sagt das Ehepaar.

Nach den vielen Jahren fühlt sich die Familie aber in Eschwege angekommen. Aus dem Elternhaus in Niddawitzhausen haben sie sich ein persönliches Zuhause geschaffen, im Garten weht die amerikanische Flagge.

„Wir fühlen uns hier sehr wohl. Wenn ich mal nicht hier bin, habe ich schnell Heimweh“, sagt Britta Kennon. Mit den vielen Umzügen in der Vergangenheit habe das Heimatgefühl etwas nachgelassen – mit Niddawitzhausen kam es endgültig wieder.

Den Bezug zu Amerika will das Paar nicht verlieren. Auch wenn sich David Lee Kennon in Niddawitzhausen zu Hause fühlt – seine persönliche Heimat wird sein Geburtsland Amerika bleiben, wie er selbst sagt. (Von Julia Stüber)

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