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Fantasy-Autorin Kristin Weber erhält Stipendium

Faible für Fantasy: Autorin Kristin Weber aus Meinhard bekommt ein Stipendium für ihr Roman-Projekt.
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Faible für Fantasy: Autorin Kristin Weber aus Meinhard bekommt ein Stipendium für ihr Roman-Projekt.

Die in Meinhard lebende Journalistin und Romanautorin Kristin Weber hat jetzt ein dreimonatiges Stipendium des Phantastik-Autoren-Netzwerk (PAN) erhalten.

Werra-Meißner – Den Autoren von Fantasy-Literatur finanziell Luft verschaffen, damit sich diese aufs Schreiben neuer Romane konzentrieren können – dazu hat das Phantastik-Autoren-Netzwerk (PAN) erstmals ein Stipendienprogramm ausgelobt. Zu den ersten drei Stipendiatinnen gehört auch Kristin Weber aus Meinhard. Die Fantasy-Autorin arbeitet als freie Journalistin, unter anderem für die HNA, die Werra-Rundschau und verschiedener Magazine.

Daneben hat sie Sachbücher zu historischen Themen und Fantasy-Kurzgeschichten veröffentlicht.

Laut einer PAN-Mitteilung setzte sich Weber in der Kategorie „Debüt“ in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit ihrem historisch geprägten Dark-Fantasy-Projekt „Malegons Flüstern“ durch. Das Stipendium in der Kategorie „Roman“ geht an Maja Ilisch für ihr Projekt „Die neunte Träne“. In der Sonderkategorie Science-Fiction siegte Esther Geisslinger mit dem Projekt „Die Bürde der Engel“.

Jury hat im Blind-Verfahren zwischen 184 Bewerbungen gewählt

In einem mehrwöchigen Blindverfahren wählte die Jury aus 184 Einsendungen die besten Texte in den drei Kategorien aus, heißt es weiter. Erst danach habe die achtköpfige Jury die Namen der Verfasser erfahren. „Die drei Autorinnen erwartet eine Förderung über drei Monate in Höhe von insgesamt je 1500 Euro“. Zudem werden sie von Mentoren bei der Vorbereitung auf die Buchveröffentlichung unterstützt.

„Ich freue mich riesig und kann es immer noch nicht richtig glauben“, sagt Kristin Weber. „Es ist eine große Auszeichnung, dass PAN uns als Nachwuchsautorinnen in dieser Weise unterstützt und die Gelegenheit gibt, unsere Arbeit zu präsentieren.“

Für Mittelalter und Antike interessiert sich Weber schon sehr lange – und studierte Geschichte in München. Als Kind las sie Geschichten über Schlossgespenst „Hui Buh“ oder Robin Hood, begeisterte sich für in fantastischen Welten angesiedelte Rollenspiele und Reenactment, dem Nachstellen der Zeit des Mittelalters. „Die Geschichten, die in meinem Kopf herumspukten, habe ich schon immer aufgeschrieben“, sagt die Meinharderin. Heute ist ihr Vorbild George R. R. Martin, der Autor der „Game of Thrones“-Serie. „Von ihm kann man unheimlich viel lernen“, sagt Weber. „Auch Tad Williams, Robin Hobb oder Anthony Ryan gehören zu meinen Vorbildern: Sie alle entwerfen magische Welten, die sich an die europäische Geschichte anlehnen. Das ist genau meine Welt!“

Sie wollte immer vom Schreiben leben, sagt Weber. „Ich schreibe und lese Fantasy-Romane, die in einem magischen Mittelalter spielen, weil ich es liebe, andere Welten zu erkunden, die uns eher fremd sind. Ich mag es, wenn man im Kopf in die Gedanken von Figuren schauen kann, die ganz andere Erfahrungen machen. Und natürlich reizt mich das große Abenteuer, Magie, Schwertkämpfe.“ Seit zehn Jahren nutzt sie gezielt Seminare und Coachings, um sich als Schriftstellerin weiter zu entwickeln. (Friederike Steensen)

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