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Ferienspiele: Meinharder Kinder besuchen das THW in Eschwege

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Von: Stefanie Salzmann

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Kurz vorm Gipfel: Der siebenjährige Mats (links) und der achtjährige Lenny fanden als erste den Mut, den zehn Meter hohen Kletterturm des THW Eschwege zu erklimmen. Dann läuten sie die Glocke und lassen sich am Seil gesichert, wieder in die Tiefe gleiten.
Kurz vorm Gipfel: Der siebenjährige Mats (links) und der achtjährige Lenny fanden als erste den Mut, den zehn Meter hohen Kletterturm des THW Eschwege zu erklimmen. Dann läuten sie die Glocke und lassen sich am Seil gesichert, wieder in die Tiefe gleiten. © Stefanie Salzmann

Die Schulferien sind in vollem Gange – und mit ihnen auch die Ferienspiele. Während Kinder in Meinhard die Arbeit des THW kennenlernen, erforschen Kinder in Eschwege Naturgesetze.

Meinhard – Die Faszination riesiger Gerätschaften und Fahrzeuge, kombiniert mit zupackenden Männern und Frauen durften die knapp 20 Kinder der Meinharder Ferienspiele am Mittwoch erleben, als sie einen ganzen Tag beim THW (Technisches Hilfswerk) in Eschwege an der Bebraer Straße verbringen konnten.

Der Tag begann für die Vorschul- und Grundschulkinder aus Meinhard mit einem Wettbewerb: Welche Gruppe schafft es, die meisten THW-Einsatzfahrzeuge aus einem vorgedruckten Falzbogen innerhalb von zehn Minuten zusammenzufalten? 28 Stück schafften die Sieger, wenngleich so manches Papierauto einen kleinen Reifenschaden hatte.

Körperlich deutlich anspruchsvoller war hingegen der zehn Meter hohe Kletterturm, den es zu bezwingen galt. An Gurten und Seilen und mit Helm gesichert, kämpften sich die Kinder nach oben, die Besten schafften sogar die Glocke an der Turmspitze zu läuten – so wie Mats (7) und Lenny (8). „Es war mega“, sagt Mats stolz, als er wieder unten ist. „Wenn man oben loslassen muss und nicht guckt, denkt man ja, dass man abstürzt“, beschreibt Lenny das Gefühl, sich nur auf das Seil verlassen zu können.

Probesitzen im GKW: Die Mädchen der Meinharder Ferienspiele haben in dem fahrenden Werkzeugtransporter Platz genommen.
Probesitzen im GKW: Die Mädchen der Meinharder Ferienspiele haben in dem fahrenden Werkzeugtransporter Platz genommen. © Stefanie Salzmann

Rainer Küster erklärt den Kindern den riesigen Gerätekraftwagen (GKW) und: „Das THW kann viel mehr als die Feuerwehr“, sagt er und berichtet davon, wie auch die Eschweger Truppe im Katastropheneinsatz im Ahrtal im vorigen Jahr war und vom letzten brandaktuellem Einsatz – dem Aufbau der zweiten Brücke über die Werra als Rettungsweg für das Open-Flair-Festival, womit das THW gerade am Dienstagabend fertig geworden war. „Es ist auch so“, sagt Küster, „wenn ein Haus einstürzt, kommen wir. Manchmal können wir es retten, aber manchmal müssen wir es auch abreißen.“

Dass beim THW alles ein bisschen größer und schwerer ist als sonst im Leben, dürfen Marga und Freya ausprobieren, die erste einen und zwei der etwa einen Meter langen Erdnägel heben und bei Nummer zwei deutlich an die Grenzen ihrer Muskelkraft kommen. Zum Ausgleich gibt es Probesitzen im GKW.

Da braucht man Muskeln: Marga (links) und Frey heben einen der Erdnägel und staunen über dessen Gewicht.
Da braucht man Muskeln: Marga (links) und Frey heben einen der Erdnägel und staunen über dessen Gewicht. © Stefanie Salzmann

In der Garage erklärt Sascha Hüther den Kindern die mobilen Einsatzzentralen des THW und auch ein Blick in die Küche des THW ist erlaubt, wo der Koch gestern eigens am Herd stand und noch vor dem Mittagessen ein Eis spendierte. Das gehört sonst eher weniger auf den Speiseplan: „Die Männer und Frauen mögen am liebsten Fleisch“, sagt er.

Zum Abschluss des Tages besuchten die Kinder die neue Werrabrücke, die das Technische Hilfswerk in den vergangenen Tagen für das Open-Flair-Festival errichtet hat. (Stefanie Salzmann)

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