Wendig und geländetauglich

Feuerwehr Herleshausen legt sich spezielles Motorrad zu

Wendiger und schneller: Feuerwehrmitglied Roland Virnau wird künftig der Erste am Einsatzort sein.
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Wendiger und schneller: Feuerwehrmitglied Roland Virnau wird künftig der Erste am Einsatzort sein.

Schneller am Einsatzort, geländetauglich und vielseitig einsetzbar: Die Freiwillige Feuerwehr Herleshausen kann sich jetzt über ein neues Einsatzfahrzeug freuen. „Wir haben ein speziell entwickeltes Feuerwehr-Kraftrad in den Dienst gestellt“, erklärt Pressewart Mario Mißler.

Herleshausen - Die Vorteile lägen auf der Hand. Denn nicht nur könne mit dem Motorrad schneller als mit einem großen Einsatzwagen etwa nach vermissten Personen in schwer zugänglichem Gelände gesucht werden, auch Rettungsgassen ließen sich bei künftigen Notfällen einfacher befahren.

„Ich bin wahnsinnig stolz, dass wir nun über eine leistungsstarke Maschine verfügen“, sagt auch der Vereinsvorsitzende Tobias Hauss. Er habe die Beschaffung mit Roland und Thomas Virnau vorangetrieben und organisiert. Die Übergabe habe aufgrund der Pandemielage im kleinsten Rahmen stattgefunden, bedauern die Beteiligten.

Mit dem Gedanken, ein Feuerwehr-Motorrad für die Herleshäuser Wehr anzuschaffen, damit habe Hauss schon seit 2019 gespielt. Anlässlich der 1000-Jahr-Feier in Herleshausen habe die Wehr ein ganz normales Motorrad genutzt, um schnell und flexibel Verpflegung und Dokumente transportieren zu können. Die Wendigkeit und flexible Einsetzbarkeit eines Zweirads habe Hauss damals überzeugt. Und die notwendigen Voraussetzungen unter den Wehrmitgliedern seien ebenfalls gegeben, denn natürlich werde ein Motorradführerschein benötigt. „80 Prozent unserer aktiven Mitglieder haben ein privates Motorrad und freuen sich seit Monaten auf die erste Fahrt mit unserem neuen Feuerwehr-Kraftrad“, berichtet Wehrführer Robert Klärner.

15.000 Euro Kosten - Finanzierung über Motorrad-Bundesförderamt und Spenden

Die Finanzierung sei nicht ganz so einfach gewesen. Etwa 15 000 Euro kostete das Fahrzeug. Doch hier habe Tobias Hauss nicht locker gelassen. Hilfreich seien Fördergelder vom deutschen Motorrad-Bundesförderamt. Außerdem konnten private Geldspender ausfindig gemacht werden, die das innovative Vorhaben unterstützen wollten. Zusätzlich hätten sich die 25 aktiven Mitglieder der Einsatzabteilung mit jeweils 100 Euro aus der eigenen Tasche beteiligt, erklärt Hauss. „Es blieb ein Restbetrag von knapp 1420 Euro.“ Der sei dann vom Herleshäuser Feuerwehrverein übernommen worden. „Somit haben wir keinen Zuschuss der Gemeinde benötigt“, betont der zweite Vorsitzende Erik Larbig.

Jeder Spender darf Maschine einmal im Jahr kostenlos leihen

Weil es nicht selbstverständlich sei, dass sich so viele private Unterstützer gefunden hätten und bereit waren, dafür in die Tasche zu greifen, hätte sich das Führungsduo Tobias Hauss und Erik Larbig einen besonderen Dank überlegt. „Jeder, der sich an der Beschaffung finanziell beteiligt hat, darf sich das Motorrad einmal pro Jahr kostenlos ausleihen“, verkünden sie stolz. Dies gelte auch für alle Vereinsmitglieder. Vorab sei lediglich der Führerschein bei dem Vereinsvorstand vorzuzeigen. „Wir wünschen allen eine gute und erlebnisreiche Fahrt, möge das Feuerwehr-Motorrad gute Dienste in unserer Wehr leisten“, freut sich Hauss auf die künftigen Einsätze. Hanna Maiterth 

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