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Freiwillige Feuerwehren der Gemeinde Meißner erhalten neuen Einsatzleitwagen

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Neuer Einsatzleitwagen: Kürzlich wurde das neue Fahrzeug in Abterode eingeweiht. Bei dem sogenannten „ELW“ wird mit etwa 20 Jahre Nutzung geplant.
Neuer Einsatzleitwagen: Kürzlich wurde das neue Fahrzeug in Abterode eingeweiht. Bei dem sogenannten „ELW“ wird mit etwa 20 Jahre Nutzung geplant. © Lorenz Schöggl

Technische Hilfe bei Einsätzen bietet der neue Einsatzleitwagen (ELW) der Wehren Meißners. Ausgestattet ist das Fahrzeug unter anderem mit moderner Umfeldbeleuchtung und Signalmitteln, drei Funkgeräten, Mikrofonen, Headsets und einem Telefon.

Abterode – Monitore, Schaltfelder, drehbare Stühle und zahlreiche Knöpfe an einem breiten Bedienfeld: Was an einen futuristischen Hollywood-Film erinnert, steht nun im Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Abterode. Freitagabend (9. Dezember) wurde der neue Einsatzleitwagen eingeweiht.

Die technischen Möglichkeiten haben sich rasant weiterentwickelt, von der Planung bis zur Koordination ist nun alles digital möglich: „Wir haben ausgewählt, was zielführend für die Gemeinde Meißner ist und wirklich gebraucht wird“, blickt Michael Brill, Gemeindebrandinspektor, zurück.

Während bei den zusätzlichen Bestellmöglichkeiten nach oben keine Grenze existiere, müsse man andererseits abwägen, was für eine kleine Kommune relevant ist, denn „es geht hierbei um Steuergelder“. Nachdem der erste Einsatzleitwagen in 2001 bestellt wurde, müsse aber auch mit dem neuen „ELW“ auf 20 Jahre Nutzung geplant werden.

Altes Fahrzeug bleibt zum Personentransport

„Das Fahrzeug kann die Arbeit nicht abnehmen, aber hoffentlich unterstützen“, betont Bürgermeister Friedhelm Junghans und bedankt sich für die gute personelle Aufstellung. 2019 sei der Förderantrag gestellt worden; nachdem 2020 der Zuwendungsbescheid einging, begann eine aufwendige Ausschreibungsphase, um 2021 das Fahrzeug zu bestellen.

Zuvor hat Brill zusammen mit einem Arbeitskreis bei befreundeten Wehren und bei einer Produktionsbesprechung mit dem Hersteller detailliert ausgewählt, wie das Fahrzeug zu konstruieren ist.

Insgesamt 130.000 Euro sind für die Kommune angefallen, wobei das Land Hessen fix 43.000 Euro übernimmt und der Werra-Meißner zehn Prozent bezuschusst hat. Als Höhepunkt darf das alte Fahrzeug, welches laut Junghans „stets gut gepflegt wurde“, dank einer Sondergenehmigung weiterhin als Personentransporter genutzt werden, um beispielsweise die Jugendfeuerwehr zu unterstützen.

Funktionen mit neuen Daten erweiterbar

Andreas Vetter betont als Vertreter des Werra-Meißner-Kreises und des Kreisbrandinspektors, dass man sich „mit solchen Fahrzeugen andauernd beschäftigen muss“, um das Training zu erhalten. 19 Personen sind bisher geschult, um im Notfall den ELW zu besetzen und die Ausstattung zu bedienen: Neben moderner Umfeldbeleuchtung und Signalmitteln gehören drei Funkgeräte, Mikrofone, Headsets und ein Telefon dazu. So kann zeitgleich mit der Leitstelle, der Einsatzstelle und externen Kräften kommuniziert werden.

Dank Drucker, Drehstühlen, Whiteboard, Computer mit Internetanbindung und drei Monitoren kann der ELW zu einem digitalen Besprechungsraum umgewandelt werden. „Du musst immer von Stresssituationen und Zeitdruck ausgehen“, begründet Peter Eberhardt als Feuerwehrkamerad, warum jede Hilfe willkommen ist.

Karten für Wasserquellen, Navigationsansichten für Rettungspunkte und Baupläne für Elektro-Autos sind nun jederzeit griffbereit. Dank der digitalen Ausstattung im Einsatzleitwagen können auch neue Daten abgerufen und die Funktionen stetig erweitert werden.

Von Lorenz Schöggl

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