Zusammenschluss auf eigenen Wunsch

Feuerwehren in Hasselbach und Küchen fusionieren

Wollen fusionieren: die Feuerwehren des Waldkappler Ortsteiles Hasselbach und des Ortes Küchen, der zur Stadt Hessisch Lichtenau gehört.
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Wollen fusionieren: die Feuerwehren des Waldkappler Ortsteiles Hasselbach und des Ortes Küchen, der zur Stadt Hessisch Lichtenau gehört.

Erstmals in Hessen werden Ortsteilfeuerwehren über gemeindliche Grenzen hinweg fusionieren. Die Freiwillige Feuerwehr des Waldkappler Ortsteiles Hasselbach und die Wehr des benachbarten Ortes Küchen, das zur Stadt Hessisch Lichtenau gehört, wollen sich zusammenschließen.

Hasselbach/Küchen – Zugestimmt haben der Fusion inzwischen beide Stadtparlamente. Beide Wehren haben wenig aktives Einsatzpersonal – in Hasselbach sind es acht Leute, in Küchen um die 15 Personen. „Der Wunsch zum Zusammenschluss kam aus den Ortsteilwehren selbst“, sagt Waldkappels Stadtbrandinspektor (SBI) Carsten Degenhardt.

Das bestätigt auch Hessisch Lichtenaus Feuerwehrchef Steffen Rödel. „Entscheidend war, dass die Idee von den Feuerwehren selbst geboren wurde und ihnen ein Zusammenschluss nicht übergestülpt worden ist“, so Hessisch Lichtenaus Bürgermeister Michael Heußner. „Das ist im Grundsatz eine gute Sache.“

Nicht nur die schwierige Einsatzbereitschaft, vor allem tagsüber, hat die Wehren zum Zusammenschluss veranlasst. Beide Gerätehäuser in Hasselbach und Küchen seien vom technischen Prüfdienst als „abgängig“ eingestuft worden, so Degenhardt. Die Gebäudesubstanz des Gerätehauses in Hasselbach gebe nichts mehr her. „Da steht Erneuerung an.“

Im nächsten Schritt sind jetzt die beiden Stadtverwaltungen am Zug, um einen rechtskräftigen Vertrag für die Fusion auszuarbeiten.

Dabei wird es auch um den Standort eines zu planenden neuen Gerätehauses gehen, das die beiden Ortsteilwehren gerne hätten, sagt Degenhardt.

Ebenso muss die Verteilung der Kosten unter den beiden Kommunen geregelt werden. „Der Ball liegt jetzt bei den Verwaltungen“, so der SBI. Er geht davon aus, dass für einen rechtssicheren Vertrag das nächste Jahr noch ins Land gehen wird.

In Hessisch Lichtenau wollen die Stadtverordneten zunächst eine Überarbeitung des städtischen Bedarfs- und Entwicklungsplanes für den Brandschutz abwarten. „Damit fangen wir im Februar 2022 an und hoffen, dass er im Sommer fertig ist“, so Bürgermeister Heußner.

Seiner Auskunft nach war ein möglicher Gerätehausneubau für beide Wehren bereits auf der Gemarkung von Küchen geplant. Den Kauf eines entsprechenden Baugrundstückes hatte das Stadtparlament Heli aber abgelehnt.

Bereits erfolgreich fusioniert sind die Feuerwehren der Waldkappler Ortsteile Eltmannsee, Gehau und Stolzhausen.

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