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Feuerwehren nehmen praktischen Übungsdienst wieder auf

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Freiwillige Feuerwehr Sontra Gefahrenstoffzug Übung Massenpanik im Schwimmbad Sontra
Gefahrenstoffübung der Feuerwehr Sontra. Simuliert wurde eine Massenpanik im Schwimmbad. © Archivbild Marvin Heinz

Bei den Freiwilligen Feuerwehren in den Kommunen gab es lange Zeit keine praktischen Ausbildungen. Grund war die Empfehlung des hessischen Innenministeriums, den Ausbildungsdienst wegen der steigenden Coronazahlen einzustellen. Viele Wehren im Landkreis hielten sich an diese Empfehlung. Seit Kurzem finden praktische Übungen wieder statt – mit Abstand, Maske und den nötigen Impfungen.

Werra-Meißner - „Ein Einsatz ist eine Stresssituation. Da muss man funktionieren. Es ist natürlich eine zusätzliche Belastung, wenn die Einsatzkräfte zuvor nicht üben konnten“, sagt Kreisbrandinspektor Christian Sasse. Rückmeldungen, dass sich die fehlenden praktischen Veranstaltungen negativ ausgewirkt haben, habe er allerdings nicht bekommen. Zudem boten viele Wehren Online-Unterricht an. Eher theoretische Themen konnten so auch weiterhin vermittelt werden.

Die Feuerwehr Sontra folgte beispielsweise der Empfehlung des Ministeriums. „Wir sind aber froh, dass wir nun wieder starten können. Die komplexe Technik, die Fahrzeuge erfordern Übung“, sagt Stadtbrandinspektor André Bernhardt. Unter den gängigen Regelungen fand kürzlich die erste praktische Übung der Feuerwehr statt. Im Anschluss an die Veranstaltungen bestehe zudem immer die Möglichkeit, sich noch vor Ort zu testen.

Christian Sasse
Christian Sasse © Stefanie Salzmann

Die Feuerwehr Hessisch Lichtenau stellte den praktischen Übungsdienst nicht gänzlich ein. In Kleingruppen – jeweils unabhängig voneinander – kamen die Mitglieder für praktische Veranstaltungen zusammen. Dabei galt immer 2G-plus sowie Abstand halten und Maske tragen, berichtet der stellvertretende Wehrführer Daniel Termer. „Wir haben immer auf das aktuelle Geschehen geachtet und von Woche zu Woche entschieden, ob wir weitermachen.“ Die eigentliche Verpflichtung, an den Übungen der Feuerwehr teilzunehmen, wurde dabei gelockert, erklärt Hessisch Lichtenaus Stadtbrandinspektor Steffen Rödel. Die praktische Arbeit in Kleingruppen soll auch weiterhin Bestand haben. Von weiteren Lockerungen gehe man derzeit nicht aus. (Julia Stüber)

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