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Herleshäuser Feuerwehrleute empfangen zwölf Läufer der Grenztour

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Von: Emily Spanel

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Herzlicher Empfang: Die Läufer der Feuerwehr-Grenztour (in Schutzausrüstung) machten Halt in Herleshausen. Auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr waren dabei.
Herzlicher Empfang: Die Läufer der Feuerwehr-Grenztour (in Schutzausrüstung) machten Halt in Herleshausen. Auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr waren dabei. © Mario Mißler

Bei der „Feuerwehr-Grenztour“ sammeln Einsatzkräfte bei einem Staffellauf in Einsatzkleidung Spenden für die Deutsche Krebshilfe. Auf ihrer Tour haben die Läufer auch Halt in Herleshausen gemacht.

Herleshausen – Die Stiftung Deutsche Krebshilfe forscht, hilft und informiert. Sie lebt von der gesellschaftlichen Unterstützung und ist auf Hilfe aus der Bevölkerung angewiesen. Umso bedeutungsvoller ist der Charitylauf „Feuerwehr-Grenztour“: Am 11. Juni haben sich zwölf Läufer aus fünf verschiedenen Bundesländern mit Feuerwehr-Einsatzkleidung und Atemschutzgerät auf den Weg gemacht, um zehn Tage später nach 1.200 Kilometern entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze die Hansestadt Lübeck zu erreichen. Eine Aktion, die derzeit bundesweit Interesse hervorruft (wir berichteten).

„Umso mehr freut es uns, dass wir als Feuerwehr Herleshausen einen Teil zu dieser Aktion für den guten Zweck beitragen konnten“, sagt Pressesprecher Mario Mißler. Es war der vierte Tag der Tour, und die Läufer hatten sich als Tagesziel den Südringgau ausgesucht. „Natürlich haben wir alles gegeben, um ,Wohlfühlatmosphäre’ zu schaffen: Eine auswahlreiche Verpflegung, ein Empfang am Feuerwehrhaus, eine ruhige Schlafmöglichkeit und als Höhepunkt das Begleiten der Läufer auf den letzten vier Kilometern“, sagt Mario Mißler. Gleichzeitig wurde die Bevölkerung eingeladen und es wurden Spenden für die Deutsche Krebshilfe gesammelt. „Es war eine rundum gelungene Veranstaltung. Alle Einnahmen sind der Krebshilfe zugutegekommen“, fasst Tobias Hauss, der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, zusammen.

Spenden Gesammelt: Feuerwehrleute gegen Krebs

„Was bleibt, ist Danke zu sagen an alle Beteiligten der Feuerwehr-Grenztour“, ergänzt die stellvertretende Herleshäuser Wehrführerin Lisa Witzel. Rückblickend sei es ein fantastischer Tag gewesen. Nach einigen Pannen auf der vierten Etappe trafen die ersten Läufer bereits am Nachmittag am Feuerwehrhaus ein. Anschließend wurden gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr unterschiedliche Spiele durchgeführt. „Die Kinder und Jugendlichen hatten richtig Spaß und haben gezeigt, dass bei der Feuerwehr nicht nur Körpergröße und Erfahrung zählt“, berichtet Mario Mißler.

Gegen 18:30 Uhr folgte ein kurzer offizieller Teil. Wehrführer Sven Witzel und Herleshausens Bürgermeister Lars Böckmann begrüßten das Team der Grenzläufer und richteten ihren Blick auf die Gemeinschaft. Diese sei zwingend notwendig, um einen derartigen langen Marsch samt 25 Kilogramm schwerer Schutzausrüstung bewältigen zu können. Anschließend übernahm Initiator Holger Hüfner das Mikrofon und erklärte die Hintergründe der Charitytour. Gleichzeitig bedankte er sich für die Gastfreundschaft und den beeindruckenden Empfang in Herleshausen.

Staffelläufer der Feuerwehr sammeln Spenden für Krebshilfe

Mit Spannung wurde auf den letzten Staffelläufer gewartet. Hierzu machten sich neun Kameraden der Herleshäuser Gemeindefeuerwehr auf den Weg zur Lauchröder Brücke, um ab hier die letzten Läufer – ebenfalls mit Einsatzkleidung und Atemschutzgerät – zu begleiten. „Das Eintreffen verzögerte sich, da das ,Grüne Band’ teilweise einem Dschungel gleicht“ berichtete Läufer Guido Hartmann. Gegen 22 Uhr war es dann aber soweit, und das Ambiente der Lauchröder Allee mit einem wunderbaren Sonnenuntergang hätte nicht besser sein können. Der gemeinsame Lauf durch die Werrawiesen und der Zieleinlauf am Feuerwehrhaus rundeten den Tag perfekt ab.

Nach einem ordentlichen Frühstück ging es am Morgen um 4 Uhr für die ersten Läufer weiter. Lena Martin, Lisa Witzel und Sven Witzel nutzen noch einmal die Gelegenheit und begleiteten den ersten Läufer bis nach Frauenborn. Über den Ringgau und den nördlichen Werra-Meißner-Kreis sollte am Abend der fünften Etappe das 120 Kilometer entfernte Duderstadt in Niedersachsen erreicht werden. Der Blick geht abschließend noch einmal an die Läufer und das gesamte Team. „Wir haben größten Respekt und Hochachtung für eure Leistung: Ihr seid jederzeit wieder herzlich willkommen“, sagt der Vereinsvorsitzende Tobias Hauss.

Von Emily Hartmann

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