Aliens in Datterode

Filmemacher aus den USA wollen „Haus des Gastes“ in Datterode kaufen

Das ging schnell: Für das „Haus des Gastes“ in Datterode haben sich Käufer gefunden, noch bevor es auf einem Immobilien-Portal erschienen ist. Das Paar wohnt in den USA und will hier leben und arbeiten.
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Das ging schnell: Für das „Haus des Gastes“ in Datterode haben sich Käufer gefunden, noch bevor es auf einem Immobilien-Portal erschienen ist. Das Paar wohnt in den USA und will hier leben und arbeiten.

Ein derzeit noch in den USA lebendes Paar will das „Haus des Gastes“ in Datterode kaufen, um hier zu leben und zu arbeiten. Die Interessenten haben dem Kaufpreis von 150.000 Euro zugestimmt, das Ringgauer Parlament dem Kauf.

Datterode – Sollte es noch weitere Fortsetzungen der legendären Science-Fiction-Serie „Men in Black“ mit Will Smith geben, könnte zumindest ein Teil der Alien-Szenen in Datterode abgedreht werden. Ein in den USA lebendendes Ehepaar – er hat als Filmemacher und Puppenspieler Szenen dieses Kinofilms eingespielt – will der Gemeinde das „Haus des Gastes“ in Datterode abkaufen, um dort künftig zu leben und zu arbeiten. Die Frau, heute Professorin, ist in Datterode aufgewachsen.

Notarvertrag soll Ende September unterzeichnet werden

Das Paar bietet der Gemeinde, die im Juli den Verkauf der Immobilie beschlossen hat, 150 000 Euro. Das entspricht exakt der Summe, die eine Bewertung unter anderem durch einen Makler ergeben hat. Das Ringgauer Parlament hat dem Verkauf an das Paar am Donnerstagabend zugestimmt. Der Notarvertrag soll Ende September, wenn sich das Paar wieder in Deutschland aufhält, unterzeichnet werden. „Das ist ein Traum“, sagte Hans Hartmann (ÜWG), der das Gebäude auch bewertet hatte. „Wir wollten das Haus auf keinen Fall verramschen. “

Wie Bürgermeister Mario Hartmann schildert, habe das Ehepaar von dem geplanten Verkauf des Hauses im Sommer über diverse soziale Medien erfahren und sich per E-Mail bei der Gemeinde gemeldet. „Sie wollten das Angebot annehmen, aber eine schnelle Entscheidung haben.“ Daraufhin hatte Hartmann weitere Interessenten informiert. „Aber keiner wollte die Summe von 150 000 Euro zahlen.“ Der erste Interessent an dem Gebäude hatte der Kommune im Frühsommer 60 000 Euro geboten. Die Gemeinde will sich vom „Haus des Gastes“ trennen, da es von den örtlichen Vereinen kaum noch genutzt wird, aber erhebliche Kosten erzeugt.

Bereits mündlich vereinbart mit den künftigen Käufern sei, so Hartmann, dass die Gemeinde ein Jahr kostenfrei Zeit habe, um den Jugendraum und den Spielplatz, der sich ebenfalls auf dem Grundstück befindet, umzusiedeln. Die Vereine, darunter der Heimatverein und die Landfrauen, sollen die Räume nach Möglichkeit bis Ende Oktober geräumt haben. Für die Sirene auf dem Dach und den Brunnen wird eine Dienstbarkeit eingetragen. (Stefanie Salzmann)

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