Dörfer bekommen Geld

Förderprogramm starkes Dorf für drei Initiativen im Werra-Meißner-Kreis

Spendenübergabe in Röhrda: (von links): Christian Bake (Heimat- und Verkehrsvereins), Ina Bake, Ortsvorsteher Georg Schädel, Cordula Buchenau (Vorstand Heimat- und Verkehrsverein), Staatssekretär Mark Weinmeister, Helmut Eisenträger (Mitglied des Heimat- und Verkehrsvereins) und Mario Hartmann (Bürgermeister und Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins).
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Spendenübergabe in Röhrda: (von links): Christian Bake (Heimat- und Verkehrsvereins), Ina Bake, Ortsvorsteher Georg Schädel, Cordula Buchenau (Vorstand Heimat- und Verkehrsverein), Staatssekretär Mark Weinmeister, Helmut Eisenträger (Mitglied des Heimat- und Verkehrsvereins) und Mario Hartmann (Bürgermeister und Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins).

Finanzspritze: Gleich drei Initiativen im Werra-Meißner-Kreis haben vom hessischen Förderprogramm „Starkes Dorf“ profitiert.

Ringgau/Sontra – Gleich drei Initiativen im Werra-Meißner-Kreis haben vom hessischen Förderprogramm „Starkes Dorf“ (siehe Kasten) profitiert: In Röhrda (Gemeinde Ringgau) und Blankenbach (Stadt Sontra) waren es die Heimat- und Verkehrsvereine, ebenfalls in einem Sontraer Stadtteil nämlich in Stadthosbach wurde die Freiwillige Feuerwehr unterstützt.

Am Freitag machte sich Staatssekretär Mark Weinmeister ein Bild davon, was die beiden Heimatvereine für Einwohner und Touristen planen. In Stadthosbach war Staatssekretär Michael Bußer bereits am Donnerstag, um den Förderbescheid zu übergeben.

Blankenbach

Für einen Mehrgenerationenplatz, der durch seine Lage am Wanderweg H5 auch von Wanderern gut genutzt werden kann, hatte sich der Heimat- und Verkehrsverein Blankenbach für das Förderprogramm des Landes Hessen „Starkes Dorf“ beworben. Da das Programm voraussetzt, dass ein Verein den Antrag stellt und das jeweilige Projekt bis zum Abschluss der Umsetzung begleitet, hatte es zum Vorhaben des hiesigen Vereins gepasst.

„Ohne große bürokratische Hindernisse, schnell auf den Weg gebracht“, fasst Vorsitzender Albert Rimbach vom Heimat- und Verkehrsverein Blankenbach die Antragstellung zusammen. „Hier spielt sich vieles ab“, weiß er über die Fläche beim Teich oberhalb des Ortes zu sagen, von der nun ein bestimmter Bereich befestigt werden und auf dem ein Unterstand, Sitzgelegenheiten und zwei Spielgeräte für Kinder entstehen sollen. Geplant ist außerdem ein Tisch als Ablagemöglichkeit. Gefördert wird dieses Projekt mit 4900 Euro aus dem Förderprogramm „Starkes Dorf“, was beinahe der möglichen Höchstsumme von 5000 Euro entspricht.

Dass die Ortsteile Sontras sehr aktiv seien, betonte Weinmeister, lobte das Engagement der Bürger. „Die Vielfältigkeit macht"s“, erklärte Bürgermeister Thomas Eckhardt mit Blick auf die Vorzüge der Region, zu der auch das große Angebot an Wanderwegen zählt, die vor allem zur Pandemiezeit stark frequentiert gewesen seien.

Spendenübergabe am Teich oberhalb vom Sontraer Stadtteil Blankenbach: (von links) Ursula Thrän, Erhard Haun, Staatssekretär Mark Weinmeister, Bürgermeister Thomas Eckhardt, Albert Rimbach (Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins), Norbert Schmitz, Aribert Bauer, Gerhard Stunz und Ortsvorsteher Patrick Hefele. Im Hintergrund ist die Absteckung des geplanten Mehrgenerationenplatzes zu sehen.

Röhrda

Für eine Möglichkeit zum Verweilen und Ausruhen für Pilger, Wanderer und Einwohner setzt sich auch der Heimat- und Verkehrsverein Röhrda in der Gemeinde Ringgau ein. Die Holzbänke des Ortes, die der Verein normalerweise im Frühjahr aufstellt und sie im Herbst wieder einlagert, lassen inzwischen an Substanz nach und müssen zudem regelmäßig gestrichen werden.

Nun möchte der Verein sie neu gestalten und damit dafür sorgen, dass sie auch im Winter stehen bleiben können, ohne dabei Schäden durch die Witterung davonzutragen. Möglich machen sollen das neue Gestelle und Plastikplanken in Holzoptik und die Bänke, die bereits über eine Plastikplanke im Rückenbereich verfügen, möchten die Mitglieder um eine weitere ergänzen.

Der Verein, der die Bänke bereits seit Jahren betreut, wird die Arbeiten hierzu komplett in Eigenleistung übernehmen. Die Sitzgelegenheiten werden bereits, so der Bürgermeister und Vorsitzender des Heimatvereins, Mario Hartmann, durch die Lage an Elisabethpfad und Ars Natura bereits viel genutzt. Außerdem vermutet er, dass sich die Frequenz der Besucher und damit der Bedarf an Sitzgelegenheiten durch die Ernennung der Kirchen in Röhrda und Datterode zu Pilger- und Radwegekirchen noch steigern wird. Überreichen konnte Weinmeister dazu nun an der Grillhütte des Ortes einen Förderbescheid in Höhe von 4216 Euro.

Starkes Dorf – Wir machen mit!

Das Förderprogramm „Starkes Dorf – Wir machen mit!“ unterstützt Projekte, die beispielgebend den gesellschaftlichen Zusammenhalt eines Dorfes stärken, das Miteinander der Generationen fördern sowie die Lebens- und Aufenthaltsqualität dörflicher Zentren verbessern, erklärt die hessische Staatskanzlei. Dabei kann es um Projekte gehen, die einen Dorfplatz aufwerten sollen, die Einrichtung eines Bolzplatzes oder auch die Renovierung eines Backhauses. Wichtig sei, dass alle mit anpacken und die neue Einrichtung später auch nutzen können. Anträge können von Vereinen, Verbänden und Initiativen gestellt werden. Nicht antragsberechtigt sind Ortsbeiräte und Einzelpersonen. Die Projekte werden mit bis zu 5000 Euro gefördert. Anträge können noch bis 20. September dieses Jahres im Internet auf der Webseite der Staatskanzlei eingereicht werden.

Stadthosbach

Den Kinderspielplatz erweitern und sicherer gestalten, das hat der Feuerwehrverein Stadthosbach mit den 4936 Euro vor, die Thomas Bode entgegennahm. „Ein Spielplatz ist ein wichtiger Treffpunkt und Ort der Kommunikation, vor allem für Familien. Er wertet das Dorfbild auf und steigert die Attraktivität für das Leben auf dem Land“, so Bode. Darin wird er von Staatssekretär Bußer unterstützt, der bei der Übergabe sagte: „Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, dass Kinder draußen spielen, sich bewegen können und Kontakt mit Gleichaltrigen haben. Und dies möglichst sicher und ohne Gefahren vom angrenzenden Straßenverkehr.“  

Von Eden Sophie Rimbach (mit mai)

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