Ärgerliche Unfallflucht

Flutlichtmast muss nach Unfallflucht ausgetauscht werden – Stadt Sontra bleibt auf Kosten sitzen

Die Delle im Mast wurde vermutlich durch einen Lastwagen verursacht.
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Die Delle im Mast wurde vermutlich durch einen Lastwagen verursacht.

Unfallflucht im Straßenverkehr ist im Werra-Meißner-Kreis vor allem durch Rempler auf Supermarktparkplätzen bekannt. Eine Kollision mit einem Flutlichtmast im Stadtteil Wichmannshausen kommt die Stadt Sontra nun allerdings teuer zu stehen.

Sontra - Was ist passiert? Noch weit vor dem Ausbruch der Coronaviruspandemie muss ein größeres Fahrzeug – vermutlich ein Lastwagen – beim Wenden gegen einen der vier Flutlichtmasten auf dem Wichmannshäuser Sportplatz an der Eschweger Straße gefahren sein, so Uwe Bartholmai, der Vorsitzende des TSV Wichmannshausen. Die Spuren davon (Foto rechts) sind immer noch eindeutig zu erkennen.

Ein Gutachten habe danach die Standfestigkeit des Flutlichtmastes allerdings nicht infrage gestellt, berichtet Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt (SPD). Neu wurde die Situation um den beschädigten Flutlichtmast nun allerdings bewertet, weil der TSV Wichmannshausen im Frühjahr des vergangenen Jahres als einer der ersten Vereine im Werra-Meißner-Kreis seine Lichttechnik austauschte und mit einer Investitionssumme von 22 500 Euro auf neueste LED-Leuchten umrüstete – die Energieeffizienz Kommunal Mitgestalten GmbH förderte das Projekt zu 50 Prozent, die Stadt Sontra steuerte 10 000 Euro bei (wir berichteten).

Standfestigkeit des Mastes nicht mehr bescheinigt

Durch die neue Lichtkonzeption und damit einhergehende Umrüstung wird die Standfestigkeit des Masts nun allerdings nicht mehr bescheinigt – ein kompletter Austausch wird dementsprechend notwendig, so der Bürgermeister. Das Ärgerliche bei der ganzen Sache: „Weil es sich um ein Fremdverschulden handelt, welches schon etliche Jahre zurückliegt, und nicht recherchierbar ist, wer der Schuldige ist, deckt die Kosten keine Versicherung ab“, sagt Eckhardt.

Immerhin rund 6500 Euro muss Sontra für den Umtausch des kompletten Flutlichtmastes nun aus der eigenen Stadtkasse in die Hand nehmen. „Die Situation ist alles andere als glücklich verlaufen, aber der Austausch ist unbedingt notwendig, damit keine Person zu Schaden kommt. Da gehen wir absolut kein Risiko ein“, sagt Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt.

Bereits in den kommenden zwei bis drei Wochen soll der Mast ausgetauscht werden, berichtet der Rathauschef. Auch, weil der Jugendtrainingsbetrieb eigentlich schon seit geraumer Zeit wieder möglich wäre und durch die sinkenden Coronavirus-Inzidenzen auch wieder Hoffnung auf die Rückkehr der Spieler des Fußball-Kreisoberligisten auf den Rasen besteht. Glimpflich sei die Situation dahingehend für den TSV Wichmannshausen gelaufen, weil wegen der Pandemie sowieso kein Spielbetrieb stattfand, sagt der Vorsitzende Bartholmai. Der Austausch selbst solle in ein bis zwei Tagen über die Bühne gehen, sagt Eckhardt. Von Maurice Morth

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