Fördervereine schickten Schüler auf Erkundungstour

Auf den Spuren der Stadtgeschichte: Auch die Presse für Schmelzschalen vorm Glas- und Keramikmuseum wurde von den Schülern und Schülerinnen bei der Stadtrallye etwas näher unter die Lupe genommen. Foto: Neugebauer

Großalmerode. Ihre Heimatstadt erkundeten Schüler der Bilstein- und der Valentin-Traudt-Schule bei einer Rallye, die die Fördervereine der Schulen organisiert hatten.

Wie viele Einwohner hat Großalmerode? Wo steht das älteste Haus in Großalmerode und wann wurde es gebaut? Diese und weitere Fragen mussten 130 Schüler der Bilsteinschule und der Valentin-Traudt-Schule Großalmerode (VTS) bei der Stadtrallye Großalmerode beantworten.

Die Fördervereine der beiden Schulen hatten sich einige Fragen rund um ihre Stadt ausgedacht und schickten die Erst- bis Sechstklässler auf Entdeckertour. „Wir wollen, dass unsere Schüler sich unsere Stadt etwas genauer anschauen und ihnen so ein Stück Heimatgefühl vermitteln“, sagte Beate Wilhelm-Matt vom Förderverein der VTS, die zusammen mit Sandra Islei verschiedene Fragebögen für die unterschiedlichen Altersstufen vorbereitet hatte. Und so schwärmten sie in 27 Gruppen und einer Lehrergruppe aus, um einiges von der Großalmeröder Geschichte zu erfahren.

Nickel mag Spaghetti

Die Erst- und Zweitklässler mussten beispielsweise das Parkschild für Stadtbedienstete finden und die Stufen des Museums zählen. Etwas schwieriger wurde es für die Größeren. Bei einigen Fragen mussten deshalb auch Passanten und Bürgermeister Andreas Nickel befragt werden, dem das Frage- und Antwortspiel sichtlich Freude bereitete. „Wir haben den Bürgermeister richtig gelöchert“, sagte Joy aus Uengsterode, die nun weiß, dass der Bürgermeister 52 Jahre alt ist und am liebsten Spaghetti Carbonara isst. In vielen Fragen konnte der Bürgermeister weiterhelfen, aber bei einer Frage hatte er doch gestutzt. Lea Muhr fragte den Bürgermeister, was am Samstag außer dem Heimatfest sonst noch ist. Als Lea von ihrem Geburtstag erzählte, bot er ihr spontan an, im Festzelt ein Geburtstagsständchen anzustimmen, wenn sie zu ihm kommen würde. Man darf also gespannt sein.

Drei Industriezweige

Bei ihrer Erkundungstour durch die Stadt erfuhren die Schüler und Schülerinnen einiges Neues über die Stadt und ihre Geschichte. So auch, dass Großalmerode mit aktuell 6675 Einwohnern im Jahre 1775 die Stadtrechte erlangte, das älteste Haus seit 1330 am Kleinen Berg steht und die drei Tontiegel im Stadtwappen für die drei Industriezweige Ton, Glas und Bergbau stehen. Aber auch einige Scherzfragen waren dabei, an denen sich die Schüler die Zähne ausbissen. Denn man muss erst mal darauf kommen, dass der Pechvogel der Vogel ist, der immer traurig ist. „Aber auch die Lehrergruppe hat bei dieser Rallye noch einiges dazugelernt“, sagte Grundschullehrerin Tasja Ziegler aus Hessisch Lichtenau, die das Glas-und Keramikmuseum besonders beeindruckt hat.

Den Kindern hat es einen Riesenspaß gemacht. „Schade dass die Stadtrallye schon zu Ende ist“ war aus den Mündern der Kinder beim Abschluss auf dem Schulhof zu hören. Hier spielte die Young-Marching-Band der VTS und für jedes Kind gab es als Belohnung eine Bratwurst. (znb)

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