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Wehretal nimmt nächste Generation in den Blick: Angebote und Anlaufstellen ausweiten

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Von: Emily Spanel

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Die Jugendarbeit in Wehretal findet vorbildlich in den Vereinen statt – die Gemeinde will nun nachziehen. Unser Bild zeigt die Bambini des SV Reichensachsen.
Die Jugendarbeit in Wehretal findet vorbildlich in den Vereinen statt – die Gemeinde will nun nachziehen. Unser Bild zeigt die Bambini des SV Reichensachsen. © Archivfoto: Marvin Heinz

Wehretal – Wer die Jugend fördert, leistet einen elementaren Beitrag für die Zukunft unserer Gesellschaft. Die Gemeinde Wehretal hat das erkannt und handelt: Innerhalb des Kultur- und Sozialausschusses hat sich ein eigener Arbeitskreis gebildet, der die Wehretaler Jugend in den Blick nimmt. Denn junge Leute benötigten – gerade nach der Pandemie – nicht weniger, sondern mehr Anlaufstellen und Angebote.

„Wir möchten in das Morgen, in die Jugend investieren“, bekräftigte Katharina Dilling (CDU), Vorsitzende des Ausschusses, am Montagabend vor der versammelten Gemeindevertretung. Nach der konstituierenden Sitzung im November des vergangenen Jahres haben sich die Mitglieder des Ausschusses gleich mehrfach getroffen und über Angebote zur Stärkung des sozialen Miteinanders diskutiert. Fachlich fundierte Hilfe kam dabei von den Diplom-Sozialpädagogen Armin Bahl und Kai Siebert, beide im Fachbereich Jugend und Familie, Senioren und Soziales des Werra-Meißner-Kreises tätig.

300 Fragebögen verschicken

Als erste konkrete Handlung sollen nun Fragebögen in leicht verständlicher Sprache ausgearbeitet werden und nach den Sommerferien per Post an die rund 300 Wehretaler Jugendlichen verschickt werden. Abgefragt werden sollen darin unter anderem das Alter der Jugendlichen, ihr etwaiges Interesse an der Vereinsarbeit und ihre Wünsche an die Gemeinde. Den Fragebögen beigelegt werden soll zudem eine Postkarte, auf der die Eltern ihre Anregungen notieren können. „Eine solche Erhebung hat es in Wehretal noch nie gegeben“, erklärte Katharina Dilling.

Und die Ideen des Arbeitskreises seien damit längst nicht erschöpft: Denkbar sei es etwa, der Jugend künftig in Form eines Jugendparlamentes Raum zur Mitbestimmung zu geben. Innerhalb der Gemeindeverwaltung könnte ein „Kümmerer“ verankert werden; ein fester Ansprechpartner für die Jugend, der sich auch um Fördermittel für Projekte bemühe.

Thema begleitet Gemeinde seit Jahren

Die Gestaltung der Jugendarbeit begleitet die Gemeinde Wehretal bereits seit Jahren. So gibt es hier beispielsweise aktuell keinen als solchen genutzten Jugendraum: Reichensachsen und Langenhain wurden nach massiven Problemen geschlossen; die Räume in Oetmannshausen und Hoheneiche werden nicht mehr als solche genutzt. Die Wiederaufnahme der Jugendförderung hatten die Fraktionen SPD und FWG 2021 mit Anträgen und Anfragen erreicht.

Von Emily Hartmann

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