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Frankershäuser Kita schon wieder zu klein

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Von: Theresa Lippe

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Erst zwei Jahre alt und schon wieder zu klein: Auch der 2020 bezogene Anbau an die Kita in Frankershausen bietet nicht ausreichend Platz. ARCHI
Erst zwei Jahre alt und schon wieder zu klein: Auch der 2020 bezogene Anbau an die Kita in Frankershausen bietet nicht ausreichend Platz. (Archivfoto) © STEFANIE SALZMANN

Vor zweieinhalb Jahren zog die Kita Frankershausen in einen neuen Anbau. Jetzt werden 665.000 Euro für einen weiteren Anbau notwendig.

Berkatal – Zweieinhalb Jahre ist es her, dass die Kita in Berkatal-Frankershausen in den neuen Anbau für 580.000 Euro am Sportplatz umgezogen ist. Statt 37 können seitdem 62 Kinder dort betreut werden. Doch der Platz reicht nicht mehr aus – es muss erneut angebaut werden.

Notgruppe wird eröffnet

Bis diese Erweiterung fertig ist, wird im Mehrzweckraum des Kindergartens eine Notgruppe eingerichtet werden, informiert Bürgermeister Friedel Lenze. Eröffnet wird die Notgruppe bereits zum Januar 2023, dort können befristet bis zu 15 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren betreut werden. Doch das sei keine Dauerlösung. „Dauerhaft ist es erforderlich, eine räumliche Erweiterung für eine weitere altersübergreifende Gruppe mit bis zu 25 Kindern mit allen Nebenräumen zu schaffen“, sagt der Bürgermeister.

Gemeinde trägt voraussichtlich 100 Prozent der Kosten

Ohne Fördermittel – und mit denen könne man laut Lenze nicht rechnen – werde die geplante Erweiterung rund 665.000 Euro kosten. „Um Fördermittel zu erhalten, müsste die Erweiterung bis Ende Juni 2024 betriebsbereit sein und das ist recht sicher nicht machbar“, erklärt Lenze. So werden voraussichtlich 100 Prozent der Kosten von der Gemeinde getragen werden müssen. „Das wird über eine Darlehensfinanzierung laufen.“

Friedel Lenze Bürgermeister Berkatal
Friedel Lenze, Bürgermeister Berkatal (Archivbild) © Forbert, Stefan

Bis Ende des Kindergartenjahres (August 2023) seien bereits 58 Kinder angemeldet, die einen rechtlichen Anspruch auf Betreuung haben. Aufgrund von Integrationsmaßnahmen sei diese Kapazität aber deutlich überschritten.

Lenze erklärt: „Aktuell haben vier Kinder einen Integrationsplatz in der Kita. Das bedeutet, dass zehn Betreuungsplätze weniger als regulär zu Verfügung stehen.“ So gibt es derzeit also statt 62 nur 52 Betreuungsplätze.

Anstieg der Anzahl von zu betreuenden Kindern war nicht absehbar

Dass der Anbau aus 2020 schon drei Jahre später nicht mehr ausreicht, sei so nicht absehbar gewesen, sagt der Bürgermeister. „Als wir den Anbau geplant haben, waren gerade einmal 24 Kinder in der Betreuung. Wir waren optimistisch, dass 62 Plätze ausreichend sind.“ Dass schon im Jahr 2023 nicht mehr ausreichend Betreuungsplätze vorhanden sein werden, hätte verschiedene Gründe. Lenze: „In den vergangenen anderthalb bis zwei Jahren hat es viele Zuzüge gegeben, hinzukommend haben wir hier ukrainische Kinder mit Anspruch auf Betreuung.“

Doch auch, dass viele Eltern deutlich früher zurück in den Beruf müssen, sei einer der Gründe, dass es einen zweiten Anbau in Frankershausen braucht. „Die Kinder, die in die Betreuung gegeben wurden, waren zur Zeit unserer Planung im Schnitt zwei Jahre alt.“

Durchschnittsalter der Kita-Kinder sinkt

Inzwischen sei das Durchschnittsalter auf eineinviertel Jahr gesunken. Des Weiteren gebe es viele Integrationskinder. „Zu den vier I-Kindern, die aktuell in der Kita Frankershausen betreut werden, kommen mindestens drei weitere hinzu, die bereits angemeldet sind“, weiß Bürgermeister Friedel Lenze.

Beim Kita-Anbau, der im Jahr 2020 bezogen wurde, fielen auf die Gemeinde selbst am Ende nur etwa 40.000 Euro Eigenanteil zurück, die sie selbst finanzieren mussten. Der Rest der insgesamt knapp 580.000 Euro Gesamtkosten wurde durch Fördermittel aus der Hessenkasse bezahlt, sagt Lenze.

(Theresa Lippe)

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