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Ausstellung „Frauenbilder enthüllen 2.0“ ist eröffnet

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Mit Papierkleid „Wut im Bauch“: (von links) Angelika Knapp-Lohkemper, Künstlerinnen Susanne Beringer, Marika Bergmann, Ulla Kallert mit Laudatorin Anke Schmich.
Mit Papierkleid „Wut im Bauch“: (von links) Angelika Knapp-Lohkemper, Künstlerinnen Susanne Beringer, Marika Bergmann, Ulla Kallert mit Laudatorin Anke Schmich. © Eden Sophie Rimbach

Eschwege – Drei Künstlerinnen stellen ihre Werke von leuchtend roten Porträts über schwebende Kleider bis hin zu mit Bienen erstellten Skulpturen im Hochzeitshaus in Eschwege aus. Mit einer Vernissage eröffneten der Kunstverein Eschwege und die Kreisstadt die Ausstellung „Frauenbilder enthüllen 2.0“ am Freitagabend.

„Gute Kunst hat kein Geschlecht“, zitierte Kunsthistorikerin Anke Schmich. Sie erklärte, dass sie dem zustimmen würde, doch Frauen auf verschiedensten Ebenen noch benachteiligt würden. Aus letzterem Grund fokussieren sich die Künstlerinnen Ulla Kallert, Marika Bergmann und Susanne Beringer laut Schmich mit ihren Werken auf Frauen. Kunst von, aber nicht ausschließlich für Frauen kündigte Angelika Knapp-Lohkemper vom Kunstverein Eschwege an. Der Kontakt zu den drei Dortmunderinnen war durch Günter Rückert und den Westfälischen Künstlerbund entstanden. Nach der Absage eines anderen Künstlers folgte durch eine der Ausstellenden „Frauenbilder enthüllen 2.0“ mit allen dreien. „Ich finde; diese Ausstellung ist viel mehr als ein Ersatz“, lobte Knapp-Lohkemper.

Verbindung zwischen Mensch und Natur

Kallert, Bergmann und Beringer arbeiten in verschiedenen Ateliers. Sie gestalten gemeinsame Projekte wie „Ring frei“, an dem noch eine vierte Künstlerin beteiligt war. Daraus stammen unter anderem von Bergmann beidseitig bestickte Ringe mit Wollfilz, auf denen beispielsweise die Verbindung zwischen Mensch und Natur in Form einer Metamorphose dargestellt wird.

Gemeinsam mit Bienen entstehen Beringers Wachsobjekte: Die Imkerin und Künstlerin hängt Formen in den Bienenstock, an denen die Insekten tätig werden. „Wir sind im Prozess. Wir interagieren miteinander“, sagt Beringer über die Arbeit, die nicht mit jedem Bienenvolk funktionieren würde. Beeinflussen könne sie das Ergebnis zwar, doch ganz steuern ließe es sich nicht. Etwa zwei Jahre hat Kallert am Papierkleid „Heute heirate ich mich selbst“ gearbeitet. Als ihr das zweite nicht gelang, entstand daraus mit einem Cuttermesser „Wut im Bauch“. „Das malt man nicht mit dem Kopf“, sagt sie über die Emotionen in ihren Bildern.

Besuche bis 20. Januar möglich

Während sie für einen Teil dieser mit Modellen gearbeitet hat, sei beim Erschaffen ihrer Monotypien immer etwas Ungewisses dabei. Mit Rasierschaum, Lockenwicklern und Kaugummiblase stellt Bergmann eine Frau dar. Ihr Bild „Ich atme DICH!“ ist Teil einer sechsteiligen Reihe, aus der vier Bilder im Hochzeitshaus zu sehen sind.

Besucht werden kann die Ausstellung bis 20. Januar während der Öffnungszeiten des Hochzeitshauses. Musik machten Ulrich Bernhardt, Axel Osterburg, Hartmut „Ratze“ Rauch und Christian Kühn als Jazz Affairs.

Von Eden Sophie Rimbach

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