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Fred Langefeld fuhr für „Eschwege hilft“ mehrfach an die polnisch-ukrainische Grenze

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In dieser Lagereinrichtung an der polnisch-ukrainischen Grenze werden die Spenden für den Transport in die Ukraine gesammelt und sortiert.
In dieser Lagereinrichtung an der polnisch-ukrainischen Grenze werden die Spenden für den Transport in die Ukraine gesammelt und sortiert. © Fred Langefeld/nh

Der Verein „Eschwege hilft“ hat Fahrten mit Spendengütern organisiert, um die vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine zu unterstützen. Dafür fuhr Mitglied Fred Langefeld mit seinem privaten Kleintransporter mehrfach an die polnisch-ukrainische Grenze.

Eschwege - Die Sammlung und Verteilung von Sach- oder Geldspenden, die geflüchteten und bedürftigen Menschen zugutekommen, ist das Anliegen des im letzten Jahr gegründeten Vereins. Die Initiative gibt es bereits seit 2015 und wurde von Aylin Abhau, Bianca Cardoso, Franky Daumann und Karl Montag ins Leben gerufen. Durch den seit über einen Monat andauernden Krieg in der Ukraine rückte der Fokus in Richtung der humanitären Unterstützung der Geflüchteten, die in Deutschland ankommen, ebenso wie derjenigen Menschen, die im Kriegsgebiet verbleiben.

 „Ich wollte wissen, wie und ob die Spenden, die unser Verein gesammelt hat, in der Ukraine ankommen, und finde es wichtig, tatsächliche Hilfe zu leisten.“

Fred Langefeld

Fred Langefeld ist, wie die anderen Mitglieder von „Eschwege hilft“, als Freiwilliger für den Verein tätig. In den vergangenen Wochen nahm er mehrfach den weiten Weg über Polen bis zur ukrainischen Grenze auf sich, um mit seinem Transporter wichtige Hilfsgüter in das Kriegsgebiet zu bringen. „Ich wollte wissen, wie und ob die Spenden, die unser Verein gesammelt hat, in der Ukraine ankommen, und finde es wichtig, tatsächliche Hilfe zu leisten“, erzählt der pensionierte Polizeibeamte, der in seinem Haus bereits mehrere Geflüchtete aufgenommen hat. Die Strecke von Eschwege an die polnisch-ukrainische Grenze ist etwa 1100 Kilometer lang; die einfache Fahrt dauert ungefähr zehneinhalb Stunden und die Kosten belaufen sich auf etwa 600 Euro. Die erste Lieferung am Montag, 7. März, absolvierte er mit zwei weiteren Helfern, danach fuhr er die Touren alleine. „Es war nicht absehbar, wie die Lage an der Grenze ist. Bei meiner zweiten Ankunft waren viele Militärkolonnen und Krankenwagen zu sehen. Da wurde mir bewusst: Es ist Krieg“, schildert Langefeld.

Welche Hilfsgüter benötigt werden, ändere sich ständig, sagt Karl Montag, einer der Initiatoren von „Eschwege hilft“. „Durch Kontaktpersonen, unter anderem eine junge Frau aus der Ukraine, sind wir aktuell über den Bedarf informiert. So können wir zielgerichtet sammeln, was gebraucht wird“, sagt er. Hygieneartikel, medizinische Produkte und Lebensmittel sowie Geldspenden seien momentan sehr wichtig.  mgo

Informationen rund um das Spenden erhalten gibt es unter der Nummer 0170/ 8 86 61 46 anrufen oder per E-Mail unter eschwegehilft@gmx.de (Marius Gogolla)

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