Land erhöht Förderquote

Freibad Eschwege: Land Hessen fördert Neubau mit einer Millionen Euro

Das ist geplant: Neben Hallenbad und Wasserspielplatz soll das Naturfreibad mit rund 1000 Quadratmeter Wasserfläche, drei 50-Meter-Bahnen, Lagune, Strand und Wellenrutsche auf der momentanen Liegewiese entstehen.
+
Das ist geplant: Neben Hallenbad und Wasserspielplatz soll das Naturfreibad mit rund 1000 Quadratmeter Wasserfläche, drei 50-Meter-Bahnen, Lagune, Strand und Wellenrutsche auf der momentanen Liegewiese entstehen.

Das geplante Eschweger Naturfreibad wird mit einer Million Euro vom Land Hessen gefördert. Die Zusage des Hessischen Innenministeriums ist jetzt bei den Stadtwerken Eschwege eingegangen.

Eschwege – Das berichten Bürgermeister Alexander Heppe (Aufsichtsratsvorsitzender) und Markus Lecke (Geschäftsführer).

Deswegen erhöht sich die Förderung für das Freibad in Eschwege

Nach intensiver Prüfung durch das Hessische Ministerium für Inneres und Sport sowie den Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) wurde das Projekt als förderfähig eingestuft und der entsprechende Zuwendungsbescheid erteilt. Das Geld stammt aus dem Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramm (Swim). Die Stadtwerke Eschwege GmbH erhält die maximale Fördersumme, die in diesem Programm vergeben wird. „Da das Konzept des geplanten Naturfreibades laut baufachlicher Stellungnahme des LBIH als herausragend eingestuft wird, hat das Ministerium die Förderquote von regulär maximal 30 Prozent in diesem Programm auf knapp 32 Prozent erhöht“, berichtet Stadtwerke-Geschäftsführer Lecke.

Das sind die Besonderheiten des Naturfreibads in Eschwege

Hervorgehoben wurde, dass beispielsweise eine Rampe geplant ist, die Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen direkten Zugang in das Becken ohne Treppen oder Leitern ermöglicht. Im Vergleich zu vielen anderen Bädern wirke dieses Element hier nicht wie ein Fremdkörper, sondern füge sich „harmonisch in die gesamte Architektur des neuen Naturfreibades ein“, so der LBIH.

Ebenfalls positiv herausgestellt wurde die Vielseitigkeit des neuen Bades, das sowohl die Interessen der Breitensportler als auch die der Familien hervorragend miteinander kombiniere und zudem mit dem besonderen Fokus auf Barrierefreiheit einen großen Beitrag zur Inklusion leiste.

Alleinstellung gegenüber den umliegenden Freibädern

Der Förderantrag wurde von Ralf Herrmann, dem technischen Leiter der Stadtwerke Eschwege, in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro The Pauly Group aus Neu-Eichenberg erarbeitet. Neben der Barrierefreiheit wurde bei den Planungen Wert darauf gelegt, kein identisches Angebot zu schaffen, wie es im näheren Umkreis bereits in anderen Freibädern vorhanden sei.

„Wir möchten unseren Besuchern eine echte Alternative zu den bestehenden Freibädern und Badeseen bieten“, sagt Lecke. Daher habe man sich ganz bewusst für den Bau eines Naturfreibades mit biologischer Wasseraufbereitung entschlossen. Ebenfalls wird auf ein typisches Becken mit Edelstahl oder Fliesen verzichtet. Stattdessen werden Beckenwände und -sohle aus Stahlbeton hergestellt und mit einer Folie verkleidet, der künftige Lagunenbereich erhält einen Sandboden.

„Mit dem Naturfreibad bekommen wir ein in der Region einzigartiges Freibad, das unser Angebot als familiengerechte Kommune erweitert“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe.

So sehen die weiteren Planungen für das Eschweger Freibad aus

Die gesamten Projektkosten werden sich laut aktueller Kostenberechnung auf 3,5 Millionen Euro belaufen. 3,1 Millionen Euro davon seien förderfähig. Nachdem der Förderantrag für das Naturfreibad bewilligt wurde, können Anfang 2022 die weiteren Schritte starten. (Tobias Stück)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.