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Arbeiten am Verwaltungszentrum: Freie Sicht auf den Neubau

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Von: Emily Spanel

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Fällt auch unter die Fachaufsicht des neuen Vizelandrates: der Neubau der Kreisverwaltung in Eschwege. Dem Ersten Beigeordneten, der am kommenden Montag gewählt werden soll, untersteht neben dem Umweltdezernat auch der Fachbereich Bau
Freier Blick auf die Fassade des neuen Verwaltungszentrums. Die unterschiedliche Farbgebung der einzelnen Bauteile ist gewollt und mit historischem Kontext begründet. © Emily Hartmann

Eschwege – Die Fassade des Verwaltungszentrums des Werra-Meißner-Kreises in Eschwege ist jüngst „entrüstet“ worden. Das bedeutet zugleich freie Sicht für jedermann auf den Stand der Arbeiten – Sylvia Weinert vom Fachdienst Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beantwortet dazu die wichtigsten Fragen.

Welche Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen?

Abgeschlossen sind die Bauhauptarbeiten. Das betrifft die Stahlbeton-Mauerarbeiten, die Arbeiten an den vier Dächern (Zimmer- und Dachdeckungsarbeiten), die Estrich- und die Schreinerarbeiten an den Holzfenstern sowie die Metallbauarbeiten an den Alu-Fenstern. Weiterhin fertig sind der außenliegende Sonnenschutz sowie die Photovoltaik-Anlage.

Was wird in den kommenden Wochen noch gemacht?

In den kommenden Wochen werden die laufenden Ausbauarbeiten weiter ausgeführt und sukzessiv beendet. Das betrifft die Fliesenarbeiten in den Treppenhäusern, die Tapezier- und Malerarbeiten sowie den Bodenbelag in den Büros. Die Türblätter für die Büros werden eingebaut ebenso wie die WC-Trennwände. Es erfolgt die Endmontage der Elektro-EDV-Installationen in den Büros und in den UV-Räumen, die Sanitär-Endmontage in den WCs sowie die Verglasung der Alu-Treppenhausinnentüren.

Beendet werden die Schlosserarbeiten (Geländer) in den Treppenhäusern, die Pflasterarbeiten im Hof und entlang der Fassade (An den Anlagen, Schlossplatz und Forstgasse). Glasschiebetürblätter und die Schließanlage werden eingebaut, die Brandmeldeanlage aufgeschaltet und die wegweisende Beschilderung installiert.

Kann der avisierte Umzugstermin Oktober/November gehalten werden?

Der derzeitige Bauzeitenplan sieht die Abnahmen der Ausbaugewerke sowie die Lieferung und Aufstellung der neuen Möbel nach der Grundreinigung für Ende November vor. Ein offizieller Eröffnungstermin steht noch nicht fest.

Warum ist die Farbgebung an der Fassade uneinheitlich?

Die Fassade des Verwaltungszentrums ist das sichtbare Ergebnis einer Straßenflucht von vier verschiedenen Bauteilen (A bis D). Dabei wurde jedes Bestands-Neugebäude einzeln nutzungsspezifisch, aber auch im historischen Kontext zu der denkmalgeschützten Gesamtanlage betrachtet – in intensiver Absprache mit der Oberen und Unteren Denkmalschutzbehörde.

Bauteil A

Die glatte Struktur und die weiße Farbe der neuen Holzfenster und der wärmegedämmten Fassade des ehemaligen Sparkassengebäudes wurden in Absprache mit der Oberen und Unteren Denkmalschutzbehörde festgelegt. Die einheitliche Grundfarbe dient dem Auge des Betrachters: Der eingangslose, sanierte Bestandsbaukörper mit dem repräsentativen Eckturm und der neuen Wetterfahne mit WMK- Wappen soll als homogener, über Eck laufender Bauteil erkennbar sein. Die Giebeldreiecke der Gaupen wurden analog zu dem Gesims-Dreieck des Schlosshotels abgesetzt. Sie dienen als farbliche Akzentuierung.

Bauteil B

Die gelb-weißen, farbintensiven Flächen der vorhandenen und teilweise restaurierten Fassade des ehemaligen Schlosshotels wurden in Absprache mit der Oberen Denkmalschutzbehörde eins zu eins wieder aufgebracht. Die Fassade des Gebäudes – hier ist der Haupteingang des Verwaltungszentrums – steht mit seiner symmetrischen und farblich abgesetzten Lisenen- und Gesims-Struktur mit rötlichen Bossensteinen im Sockelbereich als markanter Solitär in der Straßenflucht.

Bauteil C und D

Die Fassade des Neubaus zwischen dem Schlosshotel und dem Fahrrad-Center Ebert adaptiert die Lisenen- (vertikal) und Gesims-Struktur (horizontal) der Schlosshotelfassade. Auch hier ist die Grundfarbe weiß. Die Absetzungen zwischen den Lisenen unterhalb der Fenster bilden graue Druckplatten.

Von Emily Hartmann

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