Herleshäuser Wehren

Freiwillige Feuerwehren in Herleshausen: Arbeit hinter den Kulissen

Einsatzfahrzeug Freiwillige Feuerwehr Herleshausen
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Freiwillige Feuerwehr Herleshausen

Bei den Vereinen ist es ruhig gewesen in den vergangenen Monaten. Doch bei den Wehren in Herleshausen läuft nun auch vieles über Online-Schulungen.

Herleshausen – Im ganzen Saal begannen die Melder der aktiven Feuerwehrmitglieder zu piepen, als Matthias Sömmer zur Begrüßungsrede ansetzen wollte. Das war vor zwei Jahren.

Ein Brand bei Gerstungen ließ damals die gemeinsame Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Herleshausen platzen, erinnert sich der Gemeindebrandinspektor lachend.

Die Online-Schulungen werden gut angenommen.

Matthias Sömmer, Gemeindebrandinspektor Herleshausen

Er habe dann mit den Jugendlichen und den nicht-aktiven Mitgliedern weitergemacht, doch viele Ehrungen blieben auf der Strecke. Bis heute. Denn 2020 und 2021 – gestern sollten sie stattfinden – fielen die Versammlungen coronabedingt aus.

Gemeindebrandinspektor Matthias Sömmer

Doch natürlich geht die Arbeit weiter. Und wie es hinter den Kulissen läuft, damit ist Sömmer zufrieden. „Die Online-Schulungen werden gut angenommen.“ Auch von Älteren, die von jüngeren, technikaffinen Kollegen unterstützt würden. „Wir sind froh, uns zumindest auf diese Weise wiederzusehen – und das sogar ohne Maske.“ Die Schulungen lägen federführend in den Händen der Wehr aus Herleshausen.

Die Übungen mit den Atemschutzgeräten seien ebenfalls möglich gewesen. „Die Träger sind gut geschützt“, so der Gemeindebrandinspektor. Nur das Wehrmitglied, das für Kontrolle und Hilfestellung verantwortlich ist, müsse eine Mund-Nase-Maske und Handschuhe tragen, da aus den offenen Atemventilen die verbrauchte Luft der Träger ausströmt.

Als Erfolg sieht der Gemeindebrandinspektor auch die Knotenübung vor den Rechnern. Als Vorbereitung wurde jeder mit einem Stück Strick ausgestattet, sodass die Knoten während der Online-Schulung parallel geübt werden konnten.

In Zukunft stünden nun für die Ortsteilwehren Nesselröden, Wommen und Markershausen Veränderungen in Sachen Gerätehäuser an. Nachdem der Fuhrpark der Wehren verändert wurde, seien nun die passenden Garagen in Planung, berichtet Sömmer. In Nesselröden wurde das Einsatzfahrzeug ausgetauscht, in Wommen wurde ein zusätzliches Mannschaftsfahrzeug gekauft, damit alle Einsatzkräfte Platz haben und in Markershausen musste ein größeres Fahrzeug her.

Feuerwehrgerätehaus Wommen

Dementsprechend müssten nun auch die Unterbringungen angepasst werden. „In Nesselröden haben die Mitglieder momentan zum Beispiel zu wenig Platz zum Umziehen.“ In Wommen und Markershausen seien die Fahrzeuge ausgelagert worden und stünden in Scheunen. Das Mitglied, das zuerst umgezogen ist, müsse dann das Fahrzeug holen. „Kommt es zum Alarm, dann wird viel Zeit verschenkt“, erklärt Sömmer den Nachteil.

Ehrungen

  • 40 Jahre: Thomas Buchenau (Schutzbereich Brandenfels), Uwe Fey und Wilfried Lorey (beide Herleshausen-Archfeld), Lothar Weishaar (Herleshausen-Breitzbach).
  • 30 Jahre: Udo Wetzel (Herleshausen-Breitzbach).
  • 20 Jahre: André Borghorst und Johannes Walter (beide Herleshausen-Wommen), Daniel Harseim (Herleshausen).
  • 10 Jahre: Andreas Mill (Herleshausen-Altefeld), Michael Wenk (Herleshausen).

Von Hanna Maiterth

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