Viele Gäste beim Uganda-Hüttenfest

Freiwillige für Kayunga: Johanna Platner und Jana Gerschütz gehen nach Afrika

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Vorgestellt: Die beiden neuen Freiwilligen des Weltwärts-Projektes Johanna Platner (Zweite von links) und Jana Gerschütz (Zweite von recht s) mit der Uganda Team-Vorsitzenden Isabell Junker (Mitte) und den beiden Bürgermeistern von Kayunga und Witzenhausen, Charles Magumba (links) und Daniel Herz.

Auch in diesem Jahr werden zwei junge Frauen für ein Jahr in Witzenhausens ugandische Partnerstadt Kayunga reisen und dort Projekte unterstützen. Beim Uganda-Hüttenfest stellten sie sich jetzt vor.

Gut besucht war am Sonntag der Witzenhäuser Platz der Partnerstädte, wo der Verein Uganda-Team mit zahlreichen Gästen sein traditionelles Uganda-Hüttenfest feierte.

Den schon traditionellen Auftakt zum Uganda-Hüttenfest machte ein ökumenischer Gottesdienst, in dessen Verlauf auch die beiden neuen Freiwilligen des Weltwärts-Projektes vorgestellt wurden. Johanna Platner aus Blickershausen und Jana Gerschütz aus Kaufungen werden am 26. August nach Kayunga reisen und dort ein Jahr lang im Rahmen des Freiwilligendienstes an der Grundschule an verschiedenen Projekten mitarbeiten.

Auf die Frage, warum sie sich für diesen Schritt entschieden hätten, meinten die beiden 19-Jährigen unisono, dass sie ohnehin nach dem Abitur ins Ausland reisen wollten. „Ich habe mehrere Bekannte, die schon in Afrika waren und mir davon erzählt haben“, sagte Jana Gerschütz. „Für mich ist es sehr reizvoll, eine andere Seite dieser Welt kennenzulernen.“ Auf diese Weise hoffe sie, sich selbst besser kennenzulernen und sich in dem Jahr auch weiterzuentwickeln.

Für Johanna Platner wird es eher eine Reise ins Ungewisse. „Was ich weiß ist, dass es ein tolles Projekt mit vielfältigen Aufgaben ist und ich hoffe, in Kayunga neue Freundschaften schließen zu können“, sagt die Blickershäuserin.

Wie schon bei früheren Gelegenheiten war auch diesmal wieder eine kleine Delegation aus Kayunga beim Uganda-Hüttenfest dabei – darunter auch Bürgermeister Charles Magumba. Sein Witzenhäuser Amtskollege Daniel Herz dankte den afrikanischen Gästen ebenso für ihren Besuch in der Kirschenstadt wie allen an der Städtepartnerschaft Beteiligten für ihr „großartiges Engagement“.

Solarprojekt geht voran

Über den Stand des Solarlampenprojektes, das der Verein Uganda-Team und die Stadt Witzenhausen in diesem Jahr gemeinsam durchführen, konnten sich die Besucher im Rahmen einer kleinen Ausstellung informieren. Weil es in Kayunga häufig zu Stromausfällen kommt und dadurch das Unfallrisiko besonders für Fußgänger steigt, soll in dem Projekt eine Machbarkeitsstudie für das Aufstellen von Solar-Straßenlampen erstellt werden. Nachdem bereits zwei Teilnehmer aus Uganda von April bis Juni in Witzenhausen waren, um hier unter anderem die beiden deutschen Teilnehmer kennenzulernen und sich zusammen mit ihnen mit erneuerbaren Energien und Solartechnik vertraut zu machen, ist einer der beiden Deutschen vor zwei Wochen nach Kayunga gereist.

Während des dreimonatigen Projektpraktikums dort sollen die Teilnehmer auf Grundlage des zuvor erworbenen technischen Wissens den ugandischen Markt für erneuerbare Energien analysieren und lokale Anbieter und Produkte identifizieren. „Wie mir berichtet wurde, steht die Verwaltung Kayungas der Idee sehr aufgeschlossen gegenüber“, betonte die Münchnerin Sophie Scheller, die das Projekt von Deutschland aus begleitet.

Auftakt: Mit einem gut besuchten ökumenischen Gottesdienst begann auch in diesem Jahr das Uganda-Hüttenfest.

Ob die Idee dann anschließend auch umgesetzt werde, hänge wohl in erster Linie von der Finanzierbarkeit des Projekts ab.

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