FRIEDEL LENZE kennt die Vorgänge im Werra-Meißner-Kreis

Friedel Lenze: „Ich bin kompetent, erfahren und bestens vernetzt“

Tritt für die SPD an: Friedel Lenze aus Berkatal-Frankershausen.
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Tritt für die SPD an: Friedel Lenze aus Berkatal-Frankershausen.

Am kommenden Sonntag, 7. November, wird endgültig über den neuen Landrat oder die neue Landrätin des Werra-Meißner-Kreises entschieden. Friedel Lenze (SPD) und Nicole Rathgeber (Freie Wähler) haben es in die Stichwahl geschafft. Wir haben mit beiden über die Wahlbeteiligung, Ziele für den Kreis und Kritik aus dem Gegenlager gesprochen.

Der persönliche Kontakt zu den Menschen ist wichtig, um sie noch ein weiteres Mal davon zu überzeugen, wählen zu gehen. Um die Zukunft des Werra-Meißner-Kreises mitbestimmen zu können, müssen die Menschen zur Wahl gehen. Von ihrem Stimmrecht hat 57 Prozent der Bevölkerung keinen Gebrauch gemacht. Diese gilt es gerade in den schwachen Wahlbezirken zu überzeugen.

Wie gelangen Sie an die Stimmen der Wähler von Frank Hix und Daniel Herz?

Ich möchte mit meiner Person überzeugen. Die Bevölkerung soll sich für mich entscheiden, weil ich der Kandidat bin, der durch seine Erfahrung und Kompetenz die gute Arbeit von Stefan Reuß fortsetzen kann. Als Bürgermeister, langjähriges Kreistagsmitglied und jetziger Kreistagsvorsitzender kenne ich mich den Prozessen und Vorgängen im Werra-Meißner-Kreis bestens aus.

Welches sind die wichtigsten drei Anliegen, die Sie in den ersten 100 Tagen ihrer Amtszeit sofort umsetzen werden?

Unter der Coronapandemie haben viele Unternehmen und Privatleute finanziell stark gelitten. Diese Menschen gilt es aufzufangen und ihnen wieder eine Perspektive zu geben. Ebenso muss in den Schulen, gerade in Hinblick auf die Digitalisierung, nachgebessert werden. Aktuell haben wir erfahren, dass wir vom Land Hessen eine größere Anzahl von geflüchteten Menschen zugewiesen bekommen. Das stellt uns vor große Herausforderungen, die ich natürlich als Landrat sofort angehen werde.

Was schätzen Sie an Ihrer Gegenkandidatin?

Ich habe Nicole Rathgeber als eine sehr sympathische und aufgeschlossene Frau kennengelernt. Sie hat viele Wählerinnen und Wähler angesprochen und sie dazu bewegt, das Kreuz für sie zu setzen. Das ist eine großartige Leistung. Zudem ist es heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr, das Amt der Ortsvorsteherin ehrenamtlich zu bekleiden. Dafür danke ich ihr recht herzlich.

In sozialen Netzwerken wird Frau Rathgeber von SPD-Mitgliedern auf ihr Äußeres reduziert und ihr gleichzeitig Verwaltungsfähigkeiten abgesprochen. Ist das nicht frauenfeindlich und sollte 2021 der Vergangenheit angehören?

Ich distanziere mich ganz klar von dieser Aussage. Wer mich kennt, weiß, dass ich diese Meinung nicht teile. Man sollte Menschen nicht auf ihr Äußeres reduzieren. Und selbstverständlich spreche ich keiner Frau die Qualifikation ab, eine herausragende leitende Position anzunehmen. Dies jetzt als Wahlkampfthema aufzugreifen, ist völlig absurd, weil es nicht meine Meinung widerspiegelt.

Was entgegnen Sie Kritikern, die die fehlenden Jahresabschlüsse für den Berkataler Haushalt monieren?

Fehlende Jahresabschlüsse sagen nichts über die tatsächliche Haushaltslage einer Kommune aus. Alle zahlungswirksamen Leistungen sind gebucht, die nicht zahlungswirksamen Vorgänge müssen noch erfasst werden. Wir haben derzeit etwa eine Million Euro liquide Mittel im Haushalt und die niedrigsten Grundsteuerhebesätze im gesamten Werra-Meißner-Kreis. Damit haben die Berkataler Bürger die geringste Belastung im ganzen Kreis.

Warum soll man am 7. November Sie wählen?

Die Wahl entscheidet darüber, wie es in der Heimat weitergeht. Man sollte es nicht dem Zufall überlassen, wer ins Landratsamt einzieht, sondern aktiv mitentscheiden. Die Bürger und Bürgerinnen haben die Chance, mit mir einen Landrat zu wählen, der kompetent, überparteilich, erfahren und bürgernah sowie bestens vernetzt ist. Als Familienmensch und Vater von zwei Töchtern liegt mir die Sozial- und Wirtschaftspolitik sowie die ökologische Zukunft unserer Region sehr am Herzen.

Wem gebührt Ihr größter Dank, wenn Sie gewählt werden?

Mein größter Dank gehört natürlich meiner Frau und meinen beiden Kindern, die mich in dieser Zeit begleitet und unterstützt haben. Natürlich danke ich auch allen Helfern und Helferinnen, ohne die solch ein langer Wahlkampf gar nicht möglich gewesen wäre. Mein Dank gilt auch allen Bürgern und Bürgerinnen für die tollen Gespräche und Begegnungen. Und selbstverständlich danke ich bereits jetzt allen Wählern und Wählerinnen, die sich hoffentlich auch am 7.11. wieder für mich entscheiden. (Tobias Stück)

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