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Musikalische Pfingst-Gottesdienste im Werra-Meißner-Kreis

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Von: Kristin Weber

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Die drei Gemeindepfarrer (von links) Dirk Panke, Janozs König und Imme Mai gestalteten gemeinsam den musikalischen Gottesdienst zu Pfingsten auf dem Grillplatz in Oberhone.
Die drei Gemeindepfarrer (von links) Dirk Panke, Janozs König und Imme Mai gestalteten gemeinsam den musikalischen Gottesdienst zu Pfingsten auf dem Grillplatz in Oberhone. © Kristin Weber

Die Pfingstgottesdienste im Kreis standen am Montag (6. Juni) unter dem Motto Musik verbindet.

Oberhone – „Das gesungene ‚Kyrie Eleison’ aus der Ukraine zog sich als gemeinsames Friedensgebet eindrücklich durch unsere sehr unterschiedlichen, aber schönen musikalischen Gottesdienste“, sagte die Dekanin der Evangelischen Kirchenkreises Werra-Meißner, Ulrike Laakmann.

Mit den Gottesdiensten sollte das Zusammenwachsen der Gemeinden in den Kooperationsräumen und zu einem Kirchenkreis gefeiert werden. Am Grillplatz in Oberhone hatten die Kirchengemeinden von Oberhone und Niederhone zusammen eingeladen. Die Sängerinnen des Projektchors Reichensachsen zeichnete für die musikalischen Beiträge verantwortlich. Sie sangen „Wes Geistes Kind ich bin“ und „Salz und Licht“.

Im Bläserkreis hatten sich vor allem junge Musiker aus Reichensachsen und Oberhone zusammengefunden und stimmten die Zuhörer mit einer toll gespielten, souligen Melodie ein: „Looking back the years“. Alle drei Gemeindepfarrer, Imme Mai, Janozs König und Dirk Panke, gestalteten gemeinsam den Gottesdienst. Im Wald, auf einer sonnigen Lichtung bei leichtem Wind, der die Zweige der Bäume bewegte, wurde das Pfingst-Thema dann auch eindrücklich spürbar: Der Heilige Geist als Atem des Lebens. In ihrer Predigt bezog Pfarrerin Imme Mai die Zuhörerinnen und Zuhörer aktiv mit ein. Mit einer Atemübung sollten sie alle den Geist spürbar erleben. Dann wurde gemeinsam das Lied „Atem des Lebens“ angestimmt. Dieser Atem, Geist, Wind – auf Hebräisch Ruach – sei in dieser Sprache weiblich besetzt. „Neben Gott, dem Vater und dem Sohn, gibt es also noch eine weibliche Kraft, den Atem des Lebens“, sagte die Pfarrerin.

Werra-Meißner-Kreis: Friedensgebete und Musik zu Pfingsten

In ihren Fürbitten baten die Pfarrer um Frieden, Hoffnung und Freude und sprachen sich gegen Krieg und Grausamkeit aus. Schließlich ließen auch die Bläser ihren Atem noch einmal fließen und verwöhnten die Ohren der Zuhörer mit „On the Way to Freedom“.

Auch in Witzenhausen, Hessisch Lichtenau, Eschwege und Walburg kamen die Menschen zu musikalischen Gottesdiensten zum Mitsingen zusammen. In Witzenhausen hatte Bezirkskantor Christopher Weik zuvor mit der Gemeinde mehrere Kanon-Gesänge geübt – acht-stimmig. Außerdem wurden im Gottesdienst drei Konfirmandinnen getauft. Ihre Taufsprüche verband die Dekanin mit dem modernen, gesungenen Glaubensbekenntnis: „Ich sage ja“.

In Hessisch Lichtenau hatte der Projektchor am Nachmittag verschiedene Lieder mit Kantorin Andrea Groß geprobt. „Die Freude am Musizieren war den Menschen in der ebenfalls gut besuchten Kirche deutlich anzumerken“, sagte Ulrike Laakmann. „Der Gottesdienst wurde wie traditionell in Hessisch Lichtenau ökumenisch gemeinsam gefeiert.“ Pfarrerin Anja Peters leitete ihn, Pfarrer István Kovács von der katholischen Gemeinde hielt die Predigt. Und auch hier wurde zum Abschluss des Kyrie Eleison angestimmt.

Von Kristin Weber

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