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Fronleichnamsprozession: Neuer Altar auf Lioba-Wiese in Eschwege

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Von: Kristin Weber

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Für Freiluft-Messen: Der steinerne Altar aus der profanierten St-Peter-Kirche in Reichensachsen wurde nach Eschwege gebracht und nun auf der Lioba-Wiese hinter der St.-Elisabeth-Kirche fest installiert.
Für Freiluft-Messen: Der steinerne Altar aus der profanierten St-Peter-Kirche in Reichensachsen wurde nach Eschwege gebracht und nun auf der Lioba-Wiese hinter der St.-Elisabeth-Kirche fest installiert. © Kristin Weber

Das gemeinsame Feiern der Messe, die anschließende Prozession und das Gemeindefest gehören an Fronleichnam zusammen, erklärte Pfarrer Mario Lukes der katholischen Sankt-Elisabeth-Gemeinde in Eschwege.

Eschwege – Auch in diesem Jahr fand der Gottesdienst wieder im Schatten der hohen, alten Bäume auf der Lioba-Wiese hinter der Kirche statt. Das Besondere war diesmal allerdings die Einweihung eines neuen Altares und des Ambos auf der Wiese.

Neuer Altar

Obwohl, ganz neu ist der Altar nicht, er stammt aus der St.-Peter-Kirche in Reichensachsen, die profaniert wurde. Der steinerne Altar wurde nach Eschwege gebracht und nun auf der Lioba-Wiese fest installiert. „So wurde die Lioba-Wiese, auf der immer wieder Gottesdienste stattfinden neu gestaltet mit einem festen Altar und Ambos“, hatte es Pfarrer Lukes angekündigt. „Der Altarraum der St.-Peter-Kirche wurde neu gemacht und so haben wir auch nach der Profanierung in Reichensachsen in unserer Pfarrei eine bleibende Erinnerung und Verbindung zu dieser Kirche.“ Und mit dem Blick der gut 300 Gottesdienstbesucher auf die weiße Kirche im Hintergrund, die an Fronleichnam im Sonnenlicht erstrahlte, bot sich in dieser Messe ein besonders schöner Anblick.

Fronleichnam

Fronleichnam feiert die Katholische Kirche – und so auch der Pastoralverbund St. Gabriel Werra-Meißner - am 60. Tag nach Ostern und am zweiten Donnerstag nach Pfingsten. „An Fronleichnam feiern wir die Mitte, aus der wir leben: Die Gegenwart Jesu Christi in der heiligen Eucharistie, aber auch in seinem Wort und in der feiernden Gemeinde selbst“, fasste Pfarrer Lukes zusammen. „Weil in der Eucharistie die Gegenwart Jesu Christi am eindrücklichsten präsent ist, ist sie das Zentrum dieser Feier. Aus ihr heraus erwächst die Prozession, die ein Bekenntnis auch vor anderen ist, woraus wir leben. Dies ist gerade in einer Gott vergessenden Zeit wichtiger als je zuvor.“

Prozession

Auch in Herleshausen und in Eschwege machten sich die katholischen Gemeinden mit Christus auf den Weg, ließen ihren Glauben in der Stadt sichtbar werden. Eine Hostie, eine Oblate, symbolisiert dabei den Leib Jesu Christi und erinnert an das letzte Abendmahl, bei dem Jesus mit seinen Jüngern das Brot teilte. In der Prozession wird die Hostie dann durch die Straßen getragen. Das Ziel waren drei mit Blumen geschmückten Segensaltäre. Von der Kirche Sankt-Elisabeth aus bewegte sich die Prozession zuerst hinauf zum Caritas Altenzentrum St. Vinzenz, wo Pfarrer Lukes im Beisein der Bewohner des Pflegeheims um den Segen bat. Ein weiterer Altar war in der Friedrich-Wilhelm-Straße vor der Kirche aufgebaut. Begleitet wurde die Prozession vom Musikkreis der Gemeinde und den Bläsern. Schließlich ging es weiter zum Pflegezentrum Lindenhof, wo sich die Senioren ebenfalls im Garten versammelt hatten und wieder zurück zum Altar auf der Lioba-Wiese.

Gemeindefest

Hier wurde unter anderem auch für die Bewahrung der Schöpfung gebetet und dafür, dass die Menschen in unserer Gesellschaft mehr Anstrengungen unternehmen, dem Klimawandel zu begegnen. Der Abschluss fand in der Kirche statt. An die Heilige Messe und die Prozession schloss sich vor der Kirche schließlich das Gemeindefest an. Zahlreiche Helfer kümmerten sich um die Bewirtung mit Bratwürstchen sowie Kaffee und Kuchen.

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