Werra-Meißner-Kreis

Frühjahr belebt Arbeitsmarkt: Zahl der Arbeitslosen im Landkreis sinkt, deutlich mehr offene Stellen

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Die Agentur für Arbeit hat die monatlichen Arbeitslosenzahlen für die Region bekannt gegeben.

Durch die saisonübliche Frühjahrsbelebung sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Werra-Meißner-Kreis auf 2961. Das sind 83 Personen weniger als im März.

Werra-Meißner - Damit sinkt die Arbeitslosenquote auf 5,7 Prozent, teilt Detlef Hesse, Chef der Agentur für Arbeit in Kassel, mit. Im Vergleich zum April 2020 sind 72 Jobsuchende mehr gemeldet, die Arbeitslosenquote steigt im Jahresvergleich damit um 0,2 Prozentpunkte. Im April vergangenen Jahres lag sie bei 5,5 Prozent.

„Mit den aktuellen Aprilwerten haben wir erstmals einen statistischen Vergleich zu einem Pandemiemonat, denn genau vor einem Jahr begann die Krise mit einer beispiellosen Flut an Anträgen auf Kurzarbeitergeld“, sagt Hesse. Er bilanziert: „Der nordhessische Arbeitsmarkt belegt erneut seine Stabilität in der Krise. Die Arbeitslosigkeit geht weiter zurück und hat quasi das Vorjahresniveau erreicht.“

Auch das Angebot an offenen Stellen wächst. Aktuell gibt es im Werra-Meißner-Kreis 657 davon, das sind 61 mehr als im Vormonat und sogar 240 offene Stellen mehr als im April 2020. Der Arbeitsmarktexperte Hesse sagt: „Die Statistik meldet bei den offenen Stellen sowohl beim Bestand als auch beim Neuzugang ein erfreuliches Plus – deutlich über der landesweiten Entwicklung.“ Den Grund dafür sieht Hesse in der konsequenten Nutzung des Kurzarbeitergeldes heimischer Betriebe, aber auch in der saisonüblichen Frühjahrsbelebung.

„Wir registrierten im April außerdem 49 geprüfte Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 215 Beschäftigte“, berichtet Detlef Hesse und betont: „Damit ist die Nachfrage nach dieser Unterstützung weiter rückläufig.“ Von den 49 Anzeigen stammen 27 aus der Stadt Kassel, 14 aus dem Landkreis Kassel und nur acht aus dem Werra-Meißner-Kreis. Betroffen sind davon 150 Personen in der Stadt Kassel, 37 Mitarbeiter im Landkreis Kassel und 28 Personen im Werra-Meißner-Kreis.

Eine Herausforderung bleibe laut dem Chef der Arbeitsagentur der Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit. Auch ältere Arbeitslose ab 50 Jahren hätten laut Hesse ihre Chancen auf Integration noch nicht so nutzen können wie andere Personengruppen.

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