Fünf Projekte vor dem Start: Bei Dorfentwicklung werden kleine Brötchen gebacken

Bestandsaufnahme: Im März des vergangenen Jahres gab es erste Rundgänge in den Stadtteilen, hier im österlich geschmückten Am Anger in Werleshausen. Ortsvorsteher Klaus-Dieter Hagedorn (vorn) führte die Gruppe. Archivfoto: Keller

Kleinalmerode. Nach langwierigem Diskussionsprozess können die ersten fünf Dörfer im Umland von Witzenhausen nun in die Umsetzung des integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes einsteigen.

Vertreter der Ortschaften stellten die Projekte bei einer Veranstaltung am Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus Kleinalmerode dar. Dazu hatte die Steuerungsgruppe eingeladen. Bauamtsleiter Bernd Westermann und seine Mitstreiterin Christel Wiegel werteten den zahlreichen Besuch als gutes Omen.

„Ohne Sie geht das Projekt nicht“, sagte Westermann an die Adresse von Ortsbeiratsmitgliedern, Vereinen und sonstigen Aktiven.

Und mit ihm freute sich auch Elvira Valtink (Werra-Meißner-Kreis) über das einhellige Ja zur ersten Gruppe der Projekte. Es sind keine riesigen Vorhaben, sondern man fängt eher bescheiden an, um sich in dem vorgegebenen Kostenrahmen von 10 000 bis 14 280 Euro pro Ort zu bewegen: Kleine Brötchen statt dicker Brocken.

Das ist geplant

Albshausen

Eine Schutzhütte (mit Sitzgelegenheit am Dorfanger) soll den kleinsten Stadtteil als Ziel für Wanderer attraktiver machen, wie Gerd Dörrig darstellte. Standort soll an einem reizvollen Wanderweg sein. Der Teufel steckt im Detail - der Vorschlag entspricht zwar den Fördergrundsätzen, stößt jedoch bei der Unteren Naturschutzbehörde auf Widerspruch: Bauen im Außenbereich ist nicht so ohne Weiters möglich. Westermann sieht eine Chance durch eine Änderung der Bauleitplanung, bei der die städtischen Gremien gefordert werden. Das Genehmigungsverfahren werde unter fünf Monaten nicht zu machen sein. Man setze alles daran, um das Vorhaben in diesem Jahr zu realisieren. Notfalls müsse man es auf 2017 schieben.

Ermschwerd

In Ermschwerd sollen der Friedhofshauptweg und ein Seitenweg verbessert werden, wie Markus Baum erläuterte. Das Projekt soll der Vernetzung der Wegevebindungen zwischen Dorf und Friedhof dienen. Die Vereine wollen sich aktiv einbringen.Vorgestellt wurde das Projekt von Markus Baum.

Gertenbach

Für den zweitgrößten Stadtteil sieht Günter Kellner die Chance, das Dorfgemeinschaftshaus aufzuwerten. Es gebe eine große Nachfrage von Veranstaltern, auch wegen des Ausfalls des Bürgerhauses Am Sande. Problem sei der Bodenbelag, da die Halle von Sportvereinen und für Feiern genutzt wird. Abhilfe soll ein mobiler Tanzboden bringen. Eine stärkere Nutzung des DGH verspricht man sich ferner von besserem Sonnenschutz an der Südwestfassade.

Hundelshausen.

Durch eine Schwimmplattform im Grünen See, eine Umkleideanlage und Sitzbänke könnte die Freizeitanlage Grüner See attraktiver werden, wie Klaus Funke betonte. Der bisherige Pontonsteg soll mit einer Holzkonstruktion verkleidet werden.

Werleshausen

Hier steht ein barrierefreier Zugang zum Kleinen Saal mit Geländer und Vordach am Dorfgemeinschaftshaus an. Klaus-Dieter Hagedorn, aber auch die Verwaltung, zeigten sich dankbar, dass Roßbach sein Projekt zugunsten von Werleshausen zurückstellen will.

Stadtverwaltung und Kreis wollen die Zuschussanträge für die Projekte kurzfristig auf den Weg bringen, wie bei der Versammlung versichert wurde. Wenn der Förderbescheid vorliegt, könne die Umsetzung an den meisten Standorten beginnen. (wke)

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