Ausfahrt könnte bleiben

Für die Anschlussstelle Wommen an der Autobahn 4 sieht es gut aus

Hier geht es auf die Autobahn 4: Die Gemeindevertreter wollen die Anschlussstelle Wommen erhalten.
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Hier geht es auf die Autobahn 4: Die Gemeindevertreter wollen die Anschlussstelle Wommen erhalten.

Für die Anschlussstelle Wommen an der Autobahn 4 sieht es gut aus: „Die Chancen stehen gut, dass sie erhalten bleibt“, sagt Gero von Randow Mitglied, der Gemeindevertretung Herleshausen und der WSRG.

Wommen – Im Zuge der Planung und des Neubaus der A  44 von Kassel kommend, wurde schon im Jahr 2001 vom Land Hessen die Schließung der Anschlussstelle (AS) im Herleshäuser Gemeindegebiet beschlossen (wir berichteten). Doch die Schließung einer Anschlussstelle dürfe nicht in der Planung einer anderen Autobahn festgelegt werden, erklärt von Randow. „Das ist nicht zulässig“, so das WSRG-Mitglied, das sich bereits seit knapp zehn Jahren für den Erhalt einsetzt.

Nun richten sich die Gemeindevertreter an Hessen Mobil als Verwaltungsbehörde des Landes Hessen. In dem Schreiben fordern sie eine Neubewertung der Schließung der AS Wommen, die in der Planfeststellung aus dem Jahr 2001 zum Bau der A 44 vorgesehen sei. Die näher rückende Fertigstellung der A 44 böte eine gute Gelegenheit für eine Überprüfung und Neubewertung der Belange aller Betroffenen, heißt es in der Resolution von WSRG, SPD und CDU, die von Randow aufgesetzt hat.

Für sinnvoll werde es zwar von den Herleshäusern erachtet, dass heute keine Ausfahrt mehr innerhalb einer bestimmten Entfernung von einem Autobahnkreuz oder Dreieck gebaut werde, um den Verkehrsfluss nicht unnötig zu behindern. „Das heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass die Schließung bestehender Anschlüsse sinnvoll ist, wenn eine neue Bundesautobahn auf eine bestehende trifft“, erklären sie. Denn seit Jahren würde der Verkehr an der Auf- und Abfahrt bei Wommen zunehmen. Dadurch entlaste die Anschlussstelle auch Wohngebiete vor Schwerverkehr.

Ausweichrouten würden zudem auch den Berufsverkehr aus Gerstungen, Sallmannshausen, Neustädt, Herda usw. betreffen. Lastwagen und die immer größer werdenden Autos müssten dann durch die kleinen Ortskerne mit engen Durchfahrten manövrieren. Daher sei jede Möglichkeit, auf eine Autobahn auszuweichen, ein Gewinn, erklärt von Randow in dem Schreiben.

Nun kann argumentiert werden, dass die Anschlussstelle Wommen nur in Richtung Eisenach befahren werden kann und auch nur aus ebendieser Richtung wieder verlassen werden kann und somit nicht vollwertig ist. Hier zeige sich der wesentliche Bezugsort für die Region, so von Randow. Denn Eisenach ist die nächstliegende Stadt. „Praktisch ist es die einzige überhaupt.“ Dort werde eingekauft, im Klinikum finde man medizinische Versorgung und kulturelle Bedürfnisse würden befriedigt. „Eine schnelle Straßenverbindung ist von essenzieller Bedeutung. Nicht ohne Grund haben die damaligen Planer diese Auf- und Abfahrt Wommen seinerzeit nur einseitig von und nach Osten geplant und ausgeführt.“ (Hanna Maiterth)

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