Werkstatt als Treffpunkt

Für die Gemeinschaft: Hitzeröder Ortsbeirat will Nachbarschaftshilfe etablieren

Sie wollen beim Werkstattcafé mit Rat und Tat zur Seite stehen: der Ortsbeirat Hitzerode (von links) mit Oliver Donow, Andreas Fuss, Klaus Degenhardt und Jörg Siegele. Es fehlt Niklas Schill.
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Sie wollen beim Werkstattcafé mit Rat und Tat zur Seite stehen: der Ortsbeirat Hitzerode (von links) mit Oliver Donow, Andreas Fuss, Klaus Degenhardt und Jörg Siegele. Es fehlt Niklas Schill.

Der Ortsbeirat in Hitzerode will die Gemeinschaft stärken und eine Nachbarschaftshilfe aufbauen. Was dazu gehört, erklären die Mitglieder des Ortsbeirates.

Hitzerode – Die Nachbarschaftshilfe soll in Hitzerode künftig großgeschrieben werden. Denn der neu gewählte Ortsbeirat, bestehend aus Jörg Siegele, Niklas Schill, Andreas Fuss, Klaus Degenhardt und Oliver Donow, will in dem Ortsteil von Berkatal ein Werkstattcafé etablieren.

Von der Werkstatt können die Menschen profitieren, die Hilfe bei kleineren Reparaturen des Alltags gebrauchen können: Vom Rasenmäher, der nicht mehr anspringt, über das Bücherregal, das neu geleimt werden muss, bis hin zu Elektrogeräten, Fahrrädern und Kinderspielzeug.

Wir hoffen, dass wir im August, wenn die meisten geimpft sind, mit dem Werkstattcafé starten können.

Klaus Degenhardt

„Uns geht es vor allem darum, eine Nachbarschaftshilfe aufzubauen“, sagt Jörg Siegele. Klaus Degenhardt stellt als gelernter Tischler dabei seine große Werkstatt mit sämtlichen Werkzeugen und Maschinen zur Verfügung.

Auch wenn es um die Beratung bei Fragen in Sachen Hausbau oder Kfz geht, können die Berkataler auf die Nachbarschaftshilfe bauen. Denn auch ortsansässige Maler, Maurer und Mechatroniker hätten sich bereit erklärt, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, sagt Jörg Siegele.

Fachlich ist auch der Ortsbeirat breit aufgestellt, dessen Mitglieder zum Beispiel in den Berufen Tischler, Schornsteinfeger, Schlosser, Feinmechaniker und Metallbauer tätig sind oder waren. Dazu ist Andreas Fuss, der beruflich Weidetierhalter beim Thema Wolf berät, ein guter Ansprechpartner, wenn jemand Fragen zum Beispiel zu Weidezäunen hat.

Jeder, der sich ebenfalls mit seinen Kompetenzen bei der Nachbarschaftshilfe einbringen möchte, könne sich bei dem Hitzeröder Ortsbeirat melden. „Bei uns ist jeder willkommen“, sagt Andreas Fuss. Die fachliche Expertise bringen die Hitzeröder also in sämtliche Richtungen mit und sie ist breit aufgestellt.

„Klar können wir nicht immer den Erfolg garantieren, aber das, was für möglich ist, versuchen wir“, sagt der Metallbauer Oliver Donow. Kosten soll dieser Service nichts, Spenden seien aber willkommen, damit das Angebot aufrechterhalten werden kann.

Die bloßen Reparaturarbeiten und Hilfen im Alltag sind dabei aber nicht das Hauptziel des Ortsbeirates. „In erster Linie geht es bei dem Werkstattcafé um die Gemeinschaft“, sagt Jörg Siegele. Der Ortsbeirat will den Bürgern in Hitzerode eine Begegnungsstätte bieten, bei der sich die Menschen treffen, miteinander reden, einen Kaffee zusammen trinken und in Kontakt sind.

Besonders in der jetzigen Coronazeit merke man, wie wenig man sich sieht. Das soll sich ändern. „Wir hoffen, dass wir im August, wenn die meisten geimpft sind, mit dem Werkstattcafé starten können“, sagt Klaus Degenhardt.

Mitmachen können dabei nicht nur Hitzeröder, sondern auch alle anderen Interessierten aus Berkatal und anderen Gemeinden. Der neue Ortsbeirat hat sich von jeglichen Hierarchien freigemacht. Die Männer wollen ihre Aufgaben gleichberechtigt als Team anpacken und bauen auch auf Beratung und Mitarbeit von außerhalb des Ortsbeirates.

Von Jessica Sippel

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