Fürbitten und Fußwaschung zum Weltgebetstag

Rhythmisches Klatschen: Beim Weltgebetstag in Ziegenhagen sorgten die Frauen für Stimmung im Haus des Gastes. Thema waren die Bahamas. Foto: Keller

Ziegenhagen. Bei der Andacht im Witzenhäuser Stadtteil Ziegenhagen standen alle Facetten des Inselstaates Bahamas im Zentrum.

 Ananas, Bananen, Mangos und Kokusnüsse waren um die blau-gelbe Landesfahne drapiert. Zwei (ausgestopfte) Flamingos zogen die Blicke der Besucher auf sich: Die Frauen aus den evangelischen Gemeinden Gertenbach, Albshausen, Ziegenhagen hatten bei ihrer Veranstaltung zum Weltgebetstag mit viel Kreativität einen Hauch von Karibik in das Haus des Gastes in Ziegenhagen gebracht. Rund 70 Gäste aus den westlichen Stadtteilen, darunter auch aus Ermschwerd und Blickershausen, erlebten einen schwungvollen Abend, der nachhaltig die Gegensätze des mittelamerikanischen Inselstaates Bahamas aufzeigte.

Das Touristenparadies für wohlhabende Kreuzfahrer ist dabei nur die eine Seite, die Armut vieler Einheimischer und die Not der Frauen die andere Seite der Medaille,wie Pfarrerin Heike Horstmeyer-Fehling und ihre Mitstreiterinnen betonten. In Fürbitten wurde um Vergebung für die Zerstörung der Natur durch die Menschen gebeten. Für die Bewahrung der Schöpfung tragen alle Verantwortung - Einheimische wie Touristen, hieß es in Wortbeiträgen.

Dorothea Heimann (Gitarre), Leonie Heimann (Klarinette) und Pfarrer i. R. Ulrich Weidner (Keyboard) sowie die Vorbereitungsgruppe aus den drei Gemeinden hatten den Hauptanteil am musikalischen Rahmen der Veranstaltung. Ihr Temperament war ansteckend, der ganze Saal klatschte bei den Liedern begeistert im Takt. Für Ziegenhagen war der Weltgebetstag eine Premiere, wie Dorothea Heimann betonte.

Besonders eindrucksvoll war das Ritual der Fußwaschung, das Dorothea Heimann vorführte: rituelle Handlung als Symbol für die Gastfreundschaft. Anhand etlicher Szenen wurde die Lage der Frauen in Not auf den Bahamas deutlich: wirtschaftliche, gesundheitliche und existenzielle Sorgen prägen den Alltag. Eingefordert wurden Hilfen für Aidskranke und zur Früherkennung von Krebs.

Hilfe benötigen auch Flüchtlinge und Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis. Kindern in Not müsse eine Chance zum Neuanfang gegeben werden. Mit einem Buffet von karibischen Spezialitäten klang der Abend aus, der auch den männlichen Gästen in Erinnerung bleiben dürfte. (wke)

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