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Futuristischer Plan für neue Kita in Grebendorf

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Von: Stefanie Salzmann

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So könnte sie aussehen: Die neue Kita mit Platz für etwa 100 Kinder am Bernstal in Grebendorf. Michael Luther vom gleichnamigen Bauplanungsbüro stellte einen ersten Entwurf jetzt in der Gemeinde vor. Grafik: Bauplanung Luther
So könnte sie aussehen: Die neue Kita mit Platz für etwa 100 Kinder am Bernstal in Grebendorf. Michael Luther vom gleichnamigen Bauplanungsbüro stellte einen ersten Entwurf jetzt in der Gemeinde vor. Grafik: Bauplanung Luther © Bauplanung Luther

Einen ersten Entwurf zu geplanten Kita-Neubau am Bernstal in Grebendorf hat jetzt das beauftragte Bauplanungsbüro der Gemeinde vorgestellt.

Grebendorf – Für den geplanten Kindergartenneubau in Grebendorf am Bernstal hat das Bauplanungsbüro Luther am Dienstagabend dem Bauausschuss der Gemeinde einen ersten Vorentwurf vorgestellt.

Das futuristisch anmutende Gebäude mit voll verglaster Fassade soll sich am Hang gegenüber der bestehenden Kita „Villa Kunterbunt“ erstrecken. Bestehen soll der Bau aus je drei Räumen für Regelgruppen und drei Räumen für Krippenkinder, die einzelnen Raummodule sollen sich leicht versetzt wie an einer Perlenkette entlang der Straße aufreihen. Dazwischen befindet sich mittig ein Gemeinschaftstrakt. Auf der Rückseite des Gebäudes sind die Freifläche zum Spielen vorgesehen, von denen sich der größte Teil in einer Hanglage von 28 Prozent Neigung befindet. Eine eigene Küche ist nach jetzigen Planungen nicht vorgesehen.

Baugrund muss wegen extremer Hanglage angepasst werden

Weil das Gelände am Bernstal, für das sich die Gemeindevertretung als künftigen Standort entschieden hat, nicht nur eine extreme Hanglage hat, sondern die Höhenunterschiede in allen Achsen bestehen, müssen sowohl Baugrund als auch Gebäude angepasst werden. Auf der rechten Seite in Richtung Bergstraße soll sich das Gebäude praktisch in den Hang graben, dafür soll der Bau links auf Stelzen gestellt werden. Darunter könnten laut Michael Luther zum Beispiel zusätzliche Parkflächen entstehen. Um das so umzusetzen, muss der Hang links abgetragen werden, dafür muss auf der rechten Seite aufgeschüttet werden. Auf Stützmauern, die ein Abrutschen des Hangs beispielsweise bei Starkregen verhindern, könne nach jetzigem Stand verzichtet werden. Zudem muss die neue Kita barrierefrei sein, das soll über einen Plattformlift gelöst werden.

Keine Erweiterungsmöglichkeit

Eine Erweiterung der jetzt sechsgruppig geplanten Kita ist nach Aussage des Architekten nicht möglich. Das liege weniger an der schwierigen Topgrafie des Geländes, als daran, dass später der rückwärtige Teil des Gebäudes nicht mehr mit schwerem Baugerät zu erreichen sei.

Ein Problem, das sich auch bei dem jetzigen Entwurf stellt, da die schmale Straße „Am Bernstal“ nicht als Baustelleneinrichtungsfläche (Kran, etc.) genutzt werden kann. Sonst wären die Zufahrten zur Bergstraße und Europaakademie während der Bauzeit dicht. Stattdessen wird zusätzlich eine Baustraße angelegt werden müssen.

Kosten bisher offen - Schätzungen gehen von Summen bis zu zehn Millionen aus

Diskutiert wurden im Ausschuss am Dienstag verschieden Aspekte. Dazu gehörte die Frage, ob nicht ein viergruppiger Bau mit Erweiterungsoption zunächst ausreiche, wenn die alte Kita gegenüber bestehen bleibt. Spekulationen zu den tatsächlichen Baukosten reichten bis zu Summen von acht bis zehn Millionen Euro. Auch die Standortfrage wurde erneut erörtert, als Standort wurde am Dienstag auch das Bahngelände unterhalb der Meinhard-Grundschule in den Ring geworfen.

Ebenfalls noch nicht geklärt ist die Grundstücksfrage am Bernstal. Das Gelände befindet sich in Privatbesitz. Laut Bürgermeister Gerhold Brill sei man in Verhandlungen mit dem Eigentümer, der zwar generell bereit sei, nur das für den Bau notwendige Teilstück des Hangs zu verkaufen, aber möchte, dass das gesamte Grundstück mit einem Bebauungsplan versehen wird. (Stefanie Salzmann)

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