Hannovera-Burschenschaft aus Göttingen begrüßte neue Mitglieder am Stadtbrunnen

Fuxentaufe unter Polizeischutz

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Mit der Fahne auf dem Kump: Ein Sprecher der Burschenschaft Hannovera aus Göttingen. Die Füxe wurden mit Wasser aus dem Stadtbrunnen getauft.

Witzenhausen. Unter Polizeischutz fand am Himmelfahrtstag die Fuxentaufe der Göttinger Burschenschaft Hannovera statt: Die Besatzung von zwei Polizeifahrzeugen sicherten die Aktion ab, die in der Werrastadt an diesem Tag seit 1912 Tradition ist.

Insgesamt vier neue Mitglieder wurden mit Wasser aus dem Kump getauft. Ein Sprecher erklomm die Säule, die Fahne der Burschenschaft flatterte über dem Markt. Etliche Touristen und Einheimische verfolgten das Treiben.

Die Hannovera wurde 1848 gegründet und gehört dem grün-weiß-roten-Kartell an. Die Gründung geht auf den historischen Auszug der Göttinger Sieben am 17. März 1848 zurück, nachdem König Ernst August ein Verbindungsverbot erlassen hatte.

Auch am Himmelfahrtstag 2011 wanderten 20 Anhänger der Hannovera vom Bahnhof Eichenberg nach Witzenhausen, um die Neulinge nach altem Brauch auf dem Markt aufzunehmen.

Die Polizei war vorsorglich zur Stelle, nachdem es 2007 einen Aufruf der Antifa Nordhessen zu einer Demonstration gegen die Burschenschaft gegeben hatte. Grund: angebliche rechtsgerichte Tendenzen bei der Verbindung. Hannovera wies das zurück. Man stehe für urdemokratische Ziele, lasse sich nicht vom Staat vereinnahmen und sei in der NS-Zeit verfolgt worden.

Fuxentaufe wie Gegenveranstaltung wurden 2007 von der Stadt untersagt. Der Kump führte an jenem Tag kein Wasser. Die befürchtete Konfrontation blieb aus.

In der aktuellen Homepage von Hannovera wird linksextreme Gewalt gegen studentische Korporationen beklagt. Die Statistik zeige, dass auch Hannovera beliebtes Anschlagsziel sei. (wke)

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