Stadtwerke geben Mehrwertsteuersenkung an Kunden weiter

Gas und Strom sind jetzt günstiger

Strom und Gas sind aktuell günstiger.
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Strom und Gas sind aktuell günstiger.

Gas und Strom sind seit Anfang des Monats günstiger. Nachdem die Bundesregierung im Rahmen der Coronakrise zum 1. Juli eine Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent, beziehungsweise von 7 auf 5 Prozent, beschlossen hat, kommt dies auch den Kunden im Werra-Meißner-Kreis entgegen. In einer Umfrage unserer Zeitung gaben alle vier Stadtwerke im Kreis an, die Senkung voll an die Kunden weiterzugeben.

Die Senkung von 19 auf 16 Prozent gilt für alle vier Stadtwerke. Drei davon – Bad Sooden-Allendorf, Eschwege und Witzenhausen – beliefern zusätzlich mit Wasser. Hier gilt der verminderte Mehrwertsteuersatz von aktuell 5 Prozent.

Für Kunden der Stadtwerke Witzenhausen erläutert Prokurist Manfred Helmer die mögliche Ersparnis am Modell des Stromtarifs „2000 Plus“. Hier sparen die Kunden beim Arbeitspreis 0,73 Cent je Kilowattstunde, beim Grundpreis 3,60 Euro im Jahr.

Kunden einiger Anbieter sparen nicht nur ab dem 1. Juli, sondern die drei Prozent werden auf den gesamten Jahresverbrauch angerechnet. So etwa bei den Stadtwerken Bad Sooden-Allendorf. Wie Betriebsleiter Wolfgang Grunewald berichtet, werden Haushaltskunden und Kleingewerbe jedes Jahr zum 31. Dezember abgerechnet. „Es ist dann der zu diesem Zeitpunkt geltende Steuersatz anzuwenden“ so Grunewald. Sondervertragskunden würden monatlich oder quartalsweise abgerechnet und zahlen den dann gültigen Steuersatz.

Auch die Stadtwerke Eschwege rechnen in der Regel nach Kalenderjahr ab, heißt es auf deren Internetseite. Endet doch ein Abrechnungszeitraum vor dem 1. Juli, dann wird der alte Mehrwertsteuersatz angerechnet, danach gilt für die Verbräuche der verminderte Satz. Genauso wird auch bei den Stadtwerken Witzenhausen verfahren. „Die Grundlage für die Abrechnung des gesamten Jahres mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz bildet der Zeitpunkt der Ablesung beziehungsweise Abrechnung“, so Helmer.

Anders verfahren die Stadtwerke Großalmerode. Wie Tanja Heidrich vom Kundenservice mitteilt, kann der Kunde aktuell oder am 31. Dezember seinen Zählerstand ablesen und melden. „Dann wird der definitive Verbrauch zum jeweiligen Mehrwertsteuersatz abgerechnet. Sollte ein Kunde die Zählerstände nicht melden, wird der Zählerstand zum jeweiligen Datum nach dem bisherigen Verbrauch geschätzt.“

Die Abschläge werden bei keinem der Stadtwerke angepasst.  

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