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Gaskosten entspannen sich für die Verbraucher im Landkreis

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Von: Tobias Stück

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Eine Heizung im Nachtmodus
In Innenräumen sollte es nicht unter 18 Grad Celsius sein. (Symbolbild) © IMAGO/Laci Perenyi

Der Wegfall der Gasbeschaffungsumlage und die Senkung der Mehrwertsteuer auf die Kilowattstunde sorgt bei heimischen Anbietern für eine deutliche Entspannung bei den Gaspreisen.

Werra-Meißner – Das hat eine stichprobenartige Umfrage unter den größten Energieversorgern des Landkreises ergeben. Durchschnittskunden der Eschweger Stadtwerke können beispielsweise teilweise sogar mit einer leichten Senkung rechnen.

Die Eschweger Stadtwerke wollten nach Beschluss der Bundesregierung bereits ab Oktober die Gasbeschaffungsumlage an die Kunden weitergeben und hatten dazu bereits Schreiben mit den neuen Tarifen verschickt. Je nach Verbrauch hätten Kunden zwischen 30 und 100 Euro mehr bezahlt pro Monat. Ebenso schnell wurde die Umlage wieder einkassiert, nachdem sie in Berlin gekippt wurde. Die Einführung der Gasspeicherumlage sowie die Anhebung der SLP-Bilanzierungsumlage haben zwar weiterhin unverändert Bestand. Durch den Wegfall der Gasbeschaffungsumlage und die Umsatzsteuersenkung sinken die Gasbezugskosten für die Kunden der Stadtwerke Eschwege jetzt aber leicht. Beim Verbrauch von 20 000 Kilowattstunden spart man in der Grundversorgung knapp 30 Euro im Jahr ein (ca. 1,7 Prozent), im Tarif Genial lokal sind es etwa elf Euro, was 0,8 Prozent im Vergleich zu den bisherige n Preisen entspricht. „Die Umsatzsteuersenkung kompensiert die Gasspeicherumlage und die Anhebung der SLP-Bilanzierungsumlage“, sagt Geschäftsführer Markus Lecke. Zudem sei dadurch auch der Grundpreis betroffen.

In Bad Sooden-Allendorf erhöht sich der Bruttopreis für die Kilowattstunde ab November nur noch um zwei Cent. Bei einem Verbrauch von 20 000 Kilowattstunden entspricht das für die letzten beiden Monate Zusatzkosten von insgesamt 135 Euro“, sagt Wolfgang Grunewald für die Gaswerk GmbH. Das wären 67,50 Euro pro Monat. Auch die EAM gibt die gestiegenen Kosten – ohne Gasbeschaffungsumlage, aber mit Mehrwertsteuersenkung – erst ab 1. November weiter. „Für unsere langjährigen Bestandskunden entstehen zukünftig zusätzliche Kosten von rund 25 Euro pro Monat“, sagt EAM-Sprecher Steffen Schulze. Die Auswirkungen seien je nach Tarif und Abrechnungszeitpunkt unterschiedlich.

Mehrwertsteuer auf Gasverbrauch gesenkt

Die Bundesregierung hatte den angeschlagenen Gasimporteur Uniper verstaatlicht. Damit war die Grundlage für die Gasbeschaffungsumlage weggefallen. Gleichzeitig wird jetzt die Mehrwertsteuer auf den Gasverbrauch von 19 auf sieben Prozent gesenkt. Der Bundesregierung entstehen dadurch bei 20 000 Kilowattstunden Durchschnittsverbrauch 400 Euro Kosten pro Gaskunde im Jahr. „Wir erwarten, dass die Unternehmen die Steuersenkung 1:1 weitergeben“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz. ts

Kunden, die ihre Abschlagszahlungen bereits erhöht hatten, müssen nicht aktiv werden. Ihnen wird der zu viel gezahlte Betrag gutgeschrieben.

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