Corona: Erste Lockerungen nach Notbremse

Gaststätten dürften öffnen - Doch viele Gastronomen sind zurückhaltend und warten ab 

Ein junge Kellnerin hat vor dem Hemingway in Eschwege ein Tablett mit Bier in der Hand.
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Davon träumen alle: mal wieder draußen sitzen und Leute treffen.

Ab morgen dürfen Restaurants und Gaststätten im Werra-Meißner-Kreis wieder öffnen. Einige wagen den versuch, aber viele Gastronomen bleiben nach dem Auf und Ab der vergangenen Monate zurückhaltend.

Eschwege – Mit Sehnsucht erwarten viele Menschen die Öffnung der Gastronomie, die nach fünf Werktagen unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 ab morgen zumindest ihre Außenbereiche öffnen dürfte. Doch die Resonanz bei den Gastronomen ist bis auf einige Ausnahmen eher verhalten.

Nach dem Auf und Ab der vergangenen Monate hat sich in der Branche Frust und Verunsicherung breitgemacht. Zudem verspricht der Wetterbericht für die Pfingsttage eher kühles und feuchtes Wetter. „Ich bezweifle, dass den Menschen überhaupt klar ist, dass sie nur mit einem negativen Test einen Biergarten oder eine Restaurantterrasse betreten dürfen“, sagt Christian Pelikan, Vorsitzender des Dehoga-Kreisverbandes und selbst Hotel- und Restaurantbetreiber in Bad Sooden-Allendorf. „Wir als Gastronomen haben seit langem gute Hygienekonzepte, dürfen aber nur unter strengsten Auflagen öffnen, während in Supermärkten unbegrenzter Einlass ohne Abstand möglich ist“, kritisiert er – aber natürlich wird er seine Terrasse ab Sonntag für Gäste öffnen.

Nicht alle Gastwirte lassen sich von Wetter und Regeln abschrecken – so wie Dieter Füllgraf, der das Hemingway in Eschwege ab Sonntag öffnen will. „Wir werden aufmachen und wir freuen uns riesig“, sagt er. Die Voraussetzungen seien nicht ideal, weil 60 Gäste wegen der Abstandsregeln Platz im Freien hätten. Damit der Neustart reibungslos funktioniert, hat Füllgraf Listen auf den Tischen ausgelegt, die Gäste können sich aber auch mit der Luca-App registrieren.

Auch das Eschweger Restaurant „Rossini“ richtet sich ab Sonntag auf Gäste ein, allerdings mit der Einschränkung: „Wenn es regnet, öffnen wir nicht“, sagt Laura Rossano. Unsicher bei der Umsetzung ist auch die Bäckerei Wolf bei ihrer Außengastronomie am Eschweger Stadtbahnhof. „Tische und Stühle stehen draußen, wer einen Kaffee trinken will, kann das tun“, sagt Kirsten Wolf.

Schloss Wolfsbrunnen öffnet seine Terrasse erst ab Dienstag, auch der Stern in Langenhain ist nicht ab Sonntag dabei.

Von Stefanie Salzmann und Kim Hornickel

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