Immobilienmarkt: Durchschnittspreis um 26 Prozent gestiegen

Gebrauchte Immobilie kostet im Werra-Meißner-Kreis im Schnitt 131.700 Euro

Ein zu verkaufen Schild an einem Gartenzaun.
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Haus zu verkaufen: Eine gebrauchte Immobilie kostet im Werra-Meißner-Kreis im Schnitt 131.700 Euro. (Symbolbild)

Die Nachfrage nach Immobilien hat sich im Werra-Meißner-Kreis im Vergleich zum vergangenen Jahr nochmals erhöht. Eine gebrauchte Immobilie kostet hier im Schnitt 131.700 Euro.

Werra-Meißner – Das geht aus dem Immobilienmarktbericht des Gutachterausschusses des Amts für Bodenmanagement für das Jahr 2020 hervor, der die Grundstückspreise in den Kreisen Hersfeld-Rotenburg, Schwalm-Eder und Werra-Meißner verglichen hat. Demnach wurden im Werra-Meißner Kreis zehn Prozent mehr Häuser verkauft, die dazu auch noch teurer waren als im Vorjahr. Um 26 Prozent ist die Gesamtsumme der verkauften bebauten Grundstücke angestiegen.

Häuser im Wert von 140,5 Millionen Euro verkauft

Häuser im Wert von 140,5 Millionen Euro haben im vergangenen Jahr ihren Besitzer gewechselt. Eine solch stabile Lage des Immobilienmarktes – trotz Pandemie – überrascht auch die Experten. Christof Möller von Sparkassen-Immobilien Werra-Meißner hatte zu Beginn der Krise mit einem Rückgang der Kaufanfragen gerechnet. Gründe für die konstante Nachfrage im Kreis sieht Möller in der Infrastruktur des Werra-Meißner-Kreises. „In unserer Region gibt es keine Großkonzerne, die durch die Pandemie in Schieflage geraten könnten und so in großer Zahl Mitarbeiter entlassen müssten.“

Frei stehende Einfamilienhäuser besonders beliebt

Besonders beliebt sind laut des Immobilienmarktberichts frei stehende Einfamilienhäuser. Sie kosten im Werra-Meißner-Kreis im Schnitt 131 700 Euro. 2018 waren sie noch für 111 000 Euro zu haben. Zum Vergleich: Solch ein Haus kostet im Landkreis Hersfeld-Rotenburg 141 000 Euro, in Schwalm-Eder 189 000 Euro.

Bauland kostet im Schnitt 61,50 Euro pro Quadratmeter

Die Verkaufszahlen der unbebauten Grundstücke ist leicht zurückgegangen. Wieviel Bauplätze darunter fallen, sagt der Immobilienmarktbericht nicht. Was feststeht: Der Quadratmeterpreis für Bauland ist um neun Prozent gestiegen. 61,50 Euro zahlt man heute durchschnittlich, 2018 waren es noch 49 Euro. Die meisten Grundstücke in den drei Landkreisen wurden mit 154 in Hessisch Lichtenau verkauft. Auch hier mache sich die Nähe zu Kassel bemerkbar.  ts

Die meisten Häuser, 139 Stück an der Zahl, wurden in Eschwege verkauft. Mehr wurden nur in Bad Hersfeld (164) an den Käufer gebracht. In Witzenhausen wechselten 124 Häuser den Besitzer, in Hessisch Lichtenau waren es 106. Durchschnittlich zahlt man in Eschwege mit 171 000 Euro am meisten für das Eigenheim. In Sontra waren es 2020 169 000 Euro, in Witzenhausen 163 000 Euro, in Wanfried 111 000 Euro. Wieder der Blick über die Kreisgrenze: Ein Einfamilienhaus in Bad Hersfeld kostet 230 000 Euro. Am teuersten ist es im Speckgürtel von Kassel. In Körle kostet ein Haus im Schnitt 398 000 Euro.

Nachfrage nach Renditeobjekten konstant

Die Nachfrage nach Immobilien als Renditeobjekt ist indes weitgehend konstant. In den vergangenen drei Jahren wurden jeweils etwa 50 Mehrfamilienhäuser verkauft. Dafür sind die Preise gestiegen. 2018 kostete ein Mehrfamilienhaus im Schnitt 256 000 Euro, vergangenes Jahr waren es schon 303 000 Euro. (Tobias Stück)

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