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Gefahr durch Trockenheit: Mehrere Brände in dieser Woche im Landkreis

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Von: Evelyn Paul, Tobias Stück

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In Hessisch Lichtenau brannte am Montagnachmittag an der Straße Leimenkaute ein Geräteschuppen, das Feuer griff dann aber auf Carport und Wohnhaus über.
In Hessisch Lichtenau brannte am Montagnachmittag an der Straße Leimenkaute ein Geräteschuppen, das Feuer griff dann aber auf Carport und Wohnhaus über. © Ludolph, Evelyn

Großkampftag für die Feuerwehren in der Region: Im Werra-Meißner-Kreis ist es am Montag zu einem knappen Dutzend Bränden gekommen.

Wehretal/Hessisch-Lichtenau - Grund für die Feuer war gelegentlich auch die große Trockenheit der vergangenen Wochen. Der stellvertretende Kreisbrandinspektor Andreas Vedder warnt deshalb für die nächsten Tage, in der Natur besonders umsichtig zu agieren. „Ein Funke genügt derzeit, um einen Flächenbrand auszulösen.“

Entlang der Bahnstrecke zwischen Göttingen und Bebra waren die Feuerwehren aus dem Landkreis mehrfach im Einsatz. Zwischen Bad Sooden-Allendorf und Ellershausen, zwischen Albungen und Eschwege sowie bei Reichensachsen fingen Böschungen Feuer. Gemutmaßt wird, dass die überhitzten Bremsen eines Zuges für Funkenflug sorgten und das Gestrüpp entlang der Gleise in Brand steckte. Genaues wisse man nicht, sagt Vedder.

In Reichensachsen geriet am Montagabend die Reinigungsanlage eines Kornspeichers in Brand. Vermutet wird hier ein Defekt an einem Trocknungsgerät, dass die trockenen Körner entzündete. Die Kriminalpolizei ermittelt.

In Hessisch Lichtenau gab es am Montag zwei Gebäudebrände. Nachmittags brannte an der Straße Leimenkaute ein Geräteschuppen, das Feuer griff dann aber auf Carport und Wohnhaus über, wie die Polizei mitteilt. Kurz vor acht dann der zweite Einsatz: Ein Feuer im leerstehenden Hotel zur Lichtenaue an der Desseler Straße. Im Bereich des Gast- und Schankraumes brannte es hier. Die Kriminalpolizei hat in beiden Fällen die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise.

Umweltministerium warnt vor Waldbränden

Bedingt durch das Andauern der trockenen Witterung bei gleichzeitig hohen Temperaturen verschärft sich die Waldbrandgefahr in ganz Hessen. Das Hessische Umweltministerium hat am Montag die erste von zwei Alarmstufen, Alarmstufe A, für die Forstverwaltung in Hessen ausgerufen. Das Ministerium bittet daher alle Waldbesucher um erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit. Funkenflug durch Grills oder Zigaretten sollen unbedingt vermieden werden. ts

Die Feuerwehren im Werra-Meißner-Kreis befinden sich aktuell insgesamt in erhöhter Alarmbereitschaft, berichtet Vedder. Mit den Forstämtern sei der Kontakt intensiviert worden. Neben den Tanklöschfahrzeugen der Feuerwehren halten sich auch Landwirte und Baufirmen in Bereitschaft, um mit Wasserfässern schnell auszuhelfen. Hier haben die örtlichen Feuerwehren im Vorfeld Kontakte hergestellt. „Das Problem ist momentan, die Fässer zu füllen, weil die Entnahmestellen aufgrund der Trockenheit zu wenig Wasser führen.“ (Tobias Stück und Evelyn Ludolph)

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