Weniger Schäden

Kampf gegen Vandalismus: Schulen im Werra-Meißner-Kreis beugen Schmierereien vor

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Vandalismus ist ein Problem, das viele Schulen kennen. Die Schulleiter im Werra-Meißner-Kreis berichten jedoch, dass es an ihren Schulen nur wenige Vorfälle gibt.

Beschmierungen der Toiletten und Tische kämen zwar manchmal vor, teilen Schulleiter aus Eschwege, Bad Sooden-Allendorf, Witzenhausen, Großalmerode und Rommerode einstimmig mit. Schwere Schäden seien aber die Ausnahme. Das hat auch seine Gründe, denn die Schulen beugen Vandalismus vor.

„Es besteht ein direkter Zusammenhang, dass Schüler sorgsamer mit schönen Räumen umgehen. Wir merken sehr, dass sie besonders in den neu renovierten Räumen verantwortungsvoller sind“, berichtet Elisabeth Franz, Schulleiterin der Beruflichen Schulen in Witzenhausen.

Es besteht die Annahme, dass eine schöne und saubere Schule Vandalismus vorbeugen kann. Dies bestätigen unter anderem auch die Schulleiter Andreas Hilmes von der Johannisberg-Schule Witzenhausen, Jörg Möller von der Rhenanus-Schule Bad Sooden-Allendorf und Ekkehard Götting von den Beruflichen Schulen Eschwege. „Sauberkeit hält die Hemmschwelle hoch. Niemand will der erste sein, der etwas beschmiert“, sagt Hilmes. 

Götting schildert, dass insbesondere die Schmierereien und Beschädigungen der 40 Jahre alten Toiletten seit einer Grundsanierung spürbar zurückgegangen sind. „Ein deutliches Zeichen“, sagt er. Auch die Außenwände der Eschweger Schule seien oft mit Graffiti besprüht worden. Seitdem aber ein professionelles Graffiti-Bild die Schulwand schmückt, sei dies nicht mehr vorgekommen. „Da schmiert niemand mehr dran rum“, sagt Götting. Was schön ist, wird auch nicht verunstaltet, vermutet er.

Laut Kreissprecher Jörg Klinge sind an den Schulen generell weniger Vandalismusschäden festzustellen – auch im direkten Vergleich von 2017 zu 2018. Auffällig sei ein Rückgang aber insbesondere an renovierten und sanierten Schulen.

Vandalismus bundesweit ein Thema

Laut Bundeskriminalstatistik gab es im Jahr 2017 insgesamt rund 577.000 Fälle der Sachbeschädigung bundesweit, wovon etwa 130.300 Tatverdächtige angezeigt wurden. Darunter waren 10.900 Kinder unter 14 Jahren und 21.700 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Dadurch machen Kinder rund 8,4 Prozent und Jugendliche 16,7 Prozent aller Tatverdächtigen aus. Nach Angaben der Polizeilichen Kriminalprävention ist der Anteil von Kindern und Jugendlichen in diesem Deliktbereich überproportional hoch.

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