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So gehen Sie richtig mit verirrten Brieftauben um

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Von: Nicole Demmer

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Möchte, dass Brieftauben heil nach Hause kommen: Dietmar Brethauer mit zwei seiner Tiere, die er seit mehr als 50 Jahren züchtet. Foto: Demmer
Möchte, dass Brieftauben heil nach Hause kommen: Dietmar Brethauer mit zwei seiner Tiere, die er seit mehr als 50 Jahren züchtet. © Demmer

Wendershausen. Nicht nur für Menschen ist im Sommer Reisezeit: Auch Brieftauben sind mitten in der Reisesaison. Dabei kann es vorkommen, dass eine mal nicht nach Hause findet.

Dietmar Brethauer aus Wendershausen, Vorsitzender des Brieftaubenzuchtvereins Werleshausen, gibt Tipps, wie Fund-Tauben am besten geholfen werden kann.

Dass Tauben sich verfliegen, komme immer wieder vor, erklärt der Hobby-Züchter. Seine ausgewachsenen Vögel flogen am Sonntag zum Beispiel rund 450 Kilometer von Frankreich in den heimischen Schlag. Sind sie wegen eines Schnupfens nicht ganz fit, müssen ein Gewitter umfliegen oder vor Greifvögeln fliehen, finden sie gelegentlich nicht mehr nach Hause.

Bei Fundtauben, die noch ein bisschen Kraft haben, reicht es, ihnen Wasser - idealerweise mit etwas Traubenzucker versetzt - und rohe Kerne, Haferflocken oder Vogelfutter in Schalen vorzusetzen, rät Brethauer. Sobald die Taube sich gestärkt hat, wird sie, wenn es noch Tag ist, weiterfliegen. Ist ein Tier vollkommen entkräftet, lässt es sich anfassen. Dann setzt man es laut Brethauer am besten vorsichtig in einen Karton mit Luftlöchern oder deckt einen Wäschekorb über die Taube und versorgt sie.

Anhand der Nummern- und Buchstabenkombination, die jede Brieftaube am Fußring trägt, kann das Tier seinem Züchter zugeordnet werden. Hierfür muss nur der Zugeflogenendienst des Verbands Deutscher Brieftaubenzüchter oder ein Vertrauensmann angerufen werden. Die Tiere werden abgeholt und an ihre Besitzer übergeben. Manche Tauben tragen auch einen zweiten Ring mit der Telefonnummer ihres Besitzers, so dass dieser direkt kontaktiert werden kann, berichtet Brethauer. Ist eine Taube nicht mit Ring gekennzeichnet, dann sollte sie über Nacht versorgt und am nächsten Morgen freigelassen werden.

Übrigens: Hygienische Bedenken muss bei Brieftauben niemand haben. Sie sind laut dem Züchter gesund und werden regelmäßig geimpft.

Info: Gefundene Brieftauben können gemeldet werden an Dietmar Brethauer, Tel. 0 55 42/28 32, und Vertrauensmann Elmar Kaczmarek unter Tel. 0 56 51/33 66 80. Weitere Vertrauensleute findet man im Internet auf der Seite www.brieftaube.de über den Button „Verirrte Tauben“ oder beim Zugeflogenendienst unter Tel. 02 01/8 72 24 25.

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